Wie Out-Of-Home Media und Social Media sich ergänzen…

Die Zeiten in denen Out-Of-Home eine reine Offlinewelt und Social Media eine abgekapselte Onlinewelt war, sind heute vorbei. Die Cola Rivalen Coca-Cola (Friendship Machine) und Pepsi (Social Vending Machine) übertrumpften sich erst kürzlich in innovativen Getränkemaschinen. Nun geht der Hype in eine neue Runde…

Als ausgemachter „MINI Brandvangelist“ sind mir die neuen LED-Billboards in Berlin nicht entgangen. Sie zeigen die perfekten, interaktiven Synergien der Medien und lassen User live auf den Displays erscheinen. MINI hat Mitte Mai eine Facebook App gelauncht, die Facebook Fotos in ein vorgefertigtes Framework einspeiste und dann live auf einem Billboard in Berlin erscheinen lies. Was die Sache auszeichnete, war der „Proof of Concept“. Jeder Homo Connectus, der sein Bild hochlud, konnte sich via Webcam live auf dem Billboard sehen. Eine gelungene Aktion gemäß der Marke „Be MINI“.

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Einen ähnlich innovativen Ansatz fuhr Europcar in Großbritannien. In der Twitterkampagne wurde jeder Tweet mit dem Hashtag #myextrahour live auf einen Billboard gezeigt. Die Idee dahinter: Europcar ist so schnell, dass der Kunde Zeit spart und dann per Tweet sagen kann, was er/sie mit der gewonnen Zeit anfängt.

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Auch wenn die Kundenaktionen ein wenig wie eine spielerische Variante aus Digital Signage und Social Media anmuten, so hat erst kürzlich eine Studie von 3MGTG, die in Auftrag gegeben wurde vom Centre of Future Studies der Kent University, die Chancen und den Mehrwert obiger Aktionen aufgezeigt. Adam Kleinberg hat auch kürzlich eine lesenswerte kurze Guideline mit dem Titel „How to gamify your marketing“ herausgearbeitet.

Erfolgreich Aufmerksamkeit in der Offlinewelt erregt die großflächige Billboardaktion. Und da die Menschheit immer mehr vom Smartphone und dem Zugriff auf Social Networks wie Twitter und Facebook Gebrauch macht, sicherlich eine erfolgversprechende Marketingaktion der Zukunft, die den entsprechenden Buzz generiert.

Man denke nur daran, wie man so eine Schnitzeljagd organisieren könnte: Punkte sammeln, Discounts erhalten, Awards gewinnen. In Asien wird aus Out-Of-Home Media dank TESCO übrigens bereits Billboard Shopping. Ergänzen wir das mit Social Media APIs, wissen wir dann mal in Echtzeit, was jeder gerade in seiner Tüte hat…

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Die Frage, die man sich stellt ist… Was erwarten sich wohl Firmen von solchen Aktionen? Ist die „Gamification“ (Übersetzung erscheint wahrlich schwierig) des Marketing der moderne Weg zur Kundenbindung und zur Identifikation der Brandvangelists (Markenadvokaten)? Machen diese Aktionen nur dann Sinn, wenn ein ordentlicher CRM Prozess angeschlossen ist, oder ist es für den Vertrieb ein zu vernachlässigender Brandingansatz? Antworten sind willkommen…

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