Studie: Sind deutsche Banken reif für Social Media?

Eine aktuelle Studie „Social Media Reifegrad der Finanzindustrie – quantitatives und qualitatives Scoring von Finanzinstituten“ der Managementberatung Anxo Financial Services, über die die absatzwirtschaft exklusiv berichtet, zeigt die Commerzbank als führend in Sachen Social Media unter den deutschen Banken. Nach einer Untersuchung der Social-Media-Aktivitäten und Webseiten von 45 führenden deutschen und internationalen Finanzinstituten -basierend auf 87 Kriterien- folgen die DZ Bank und die Deutsche Bank auf den Plätzen 2 und 3. Grundsätzlich ist aber noch hoher Optimierungsbedarf bei den Top-20 Banken und Top-10 Direktbanken in Deutschland.

Grundsätzlich sind die Finanzinstitute noch nicht sehr weit bei ihren Sozial Media Bemühungen. Den „Social-Media-Reifegrad“ bewerten die Unternehmen noch als zu gering. Aber auch ein guter Webauftritt ist nach der Studie noch kein Garant für erfolgreiche Internetauftritte. So zeigen vor allem die Direktbanken, die ja bisher als online-affine Experten einzustufen waren, in Zeiten des Social Web doch erhebliche Schwächen beim Engagement mit den Usern auf. Grundsätzlich bemängelt die Studie die nachbesserungswürdige Verknüpfung der eigenen Homepage mit den Fremdplattformen, sprich von Social Media mit dem Unternehmenswebseiten.

Grundsätzlich stützen die Banken ihr Social Media Engagement vorwiegend auf die Säulen der sozialen Business-Netzwerke XING (97%) und LinkedIn (80%), zeigt die Studie. Aber auch die Plattformen Twitter (67%) und Facebook (50%) kommen zum Einsatz. Hingegen steht das Verständnis für hauseigene Community Plattformen, Foren oder Blogs noch weit hinten an. Der Einsatz dieser Taktiken sei noch lange nicht in seinem Potential erschöpft.

Die „Social Media reifen“ Bestperformer unter den Banken stellen die Echtzeitkommunikation ins Zentrum der Kundenkommunikation, um so die richtige Kundenidentifizierung mit dem Unternehmen zu schaffen. Dabei werden Kundenmehrwerte geschaffen, die Nähe und bedarfsgerechte Dienstleistung und Prozessinnovation ermöglichen. Marc Sieger von der Anno Management Financial Services definiert es so…

„Sie verfallen nicht dem „Trial and Error Prinzip“ und schaffen es dadurch, die wesentlichen Faktoren für einen nachhaltigen Vertrauensaufbau zu adressieren.“

Da die Studie bereits die zweite ihrer Art ist, kann man auch schon die Entwicklungen der Banken verfolgen. So hat die DZ Bank im quantitativen Scoring ganze 38 Punkte hinzugewonnen und somit seine Punktzahl mehr als verdoppelt. Auch im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung von 7,4 Punkten zeigt sich die DZ Bank als klarer Gewinner unter den Aufsteigern.

Banken-Verantwortliche, die sich mit dem Thema Social Media intensiver beschäftigen wollen, sei das Seminar „Social Media in Banken und Versicherungen“ ans Herz gelegt, welches wieder am 14.-15.05.2012 in Starnberg bei München stattfinden wird. Als kleinen Vorgeschmack können sich die Marketiers der Banken ja schonmal die Kategorie dieses Blogs „Wer bloggt, bleibt!“ durchlesen. Und wenn es gefällt, melden sie sich einfach hier zum Seminar an…

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