Studie: Influencer Marketing gewinnt an Bedeutung

Influencer Marketing ist eines der neuen Hype-Themen, die so manches Marketing-und PR-Team umtreiben. Aber nur die wenigsten Marken und Unternehmen haben eine saubere Strategie, wie sie mit Influencern umgehen wollen. Geschweige denn ist ihnen klar, was ein Influencer ist oder für sie sein soll.

Um ein wenig den Status Quo der Szene abzuklopfen, hat jetzt Augure eine Studie mit dem Titel „State of Influencer Engagement Report 2015“ veröffentlicht, bei der 600 Marketing und Communication Professionals in 30 Ländern und 30 Industrien befragt wurden.

Die Begeisterung für das Thema und die Relevanz für den strategischen Marken- und Kommunikationsaufbau zeigt sich darin, dass alleine 84% der Studienteilnehmer eine Influencer-Initiative noch in 2015 launchen wollen. Kein Wunder. 81% sehen Influencer Einbindung über die Länder hinweg als effektiv oder sehr effektiv an. Und längst ist das Thema nicht nur bei Großunternehmen auf der Tagesordnung. 85% der Kleinunternehmer und Mittelständler verzeichnen positive Ergebnisse mit Influencer-Kampagnen. So wollen auch 33% der Unternehmen ihre Budgets dafür erhöhen und nur 6% ihre Budgets dafür zurückschrauben.

Augure 2015 Influencer Engagement

Es stellt sich also die Frage nach der Motivation hinter solchen Influencer-Kampagnen? Den Markenwert zu steigern, ist natürlich eines der Hauptthemen, die sich die Experten mit den Influencer Kampagnen auf die Fahne schreiben. Aber auch das Thema Lead Generierung (und Customer Loyalty) sind inzwischen im Influencer Marketing für drei von vier Kommunikationsprofis angekommen.

Augure 2015 Influencer Use Cases

Die Identifizierung der Influencer und wie man mit ihnen verfährt, erscheint immer noch die größte Herausforderung. Die Studie meint, dass die Content-Strategie alles entscheidend sei. Content Promotion ist äußerst beliebt bei Marken in der Zusammenarbeit mit Influencern (67%). Influencer in die Content Produktion (Bloggen, Whitepaper oder Webinare) einzubinden, sehen weitere 59% der Antwortenden als gute Strategie, die auch dem eigenen Content hilft, besser auf die Beine zu kommen.

Augure 2015 Influencer Motivation

Die Ergebnisse der Influencer Motivation erscheinen mir allerdings etwas fragwürdig. Denn es darf bezweifelt werden, dass es den meisten Influencern vorwiegend darum geht, Reichweite aufzubauen und qualitativen Content zu generieren – dann aber Freebies und Geld fast drittrangig sind. Denn wenn ein Influencer eine Marke nicht favorisiert, wird er diese entsprechend auch nicht unterstützen. Die Frage ist dann aber, ob Geld den Influencer umstimmt.

Die Ergebnisse der Studie besagen, es geht den Influencern nicht um die finanzielle Entlohnung in der Zusammenarbeit mit Marken. Gerade mal 31% haben ihre Influencer Aktivitäten bezahlt. Dennoch zeigen der Wachstum von Unternehmen wie Hallimash, Unruly und Augure, dass hier sehr wohl ein hohes Potential für Paid Content liegt.

Augure 2015 Influencer Payment

Als Fazit bleibt, dass das Thema Influencer Marketing in den Abteilungen der Marketer und PR-Leiter angekommen ist. Wie es umgesetzt wird und im Daily Business als strategisches Konzepten mit Leben gefüllt wird, da bleiben leider viele Fragen offen.

PS: Einige Ideen wie wir das angehen und sehen, finden sich auch auf unserem internationalen Blog unter dem Thema Influencer Marketing.

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