Social Media und B2B – Eine Frage des Alters?

Das Thema B2B und Social Media Nutzung wird heiß diskutiert. Es bewegt derzeit zahlreiche meiner Kunden und anscheinend auch eine ganze Menge Leute im Social Web. In der Regel geht es darum, wie man schnellstmöglich Leads generieren kann. Inzwischen arbeiten die meisten Unternehmen an der Segmentierung ihrer Kundenstruktur und an zahlreichen Modellen, wie man effizient das Thema Content Marketing gewinnbringend nutzen kann. Vorwiegend werden die B2B Zielgruppen in Branchen, Unternehmensgrößen und Jobtitel segmentiert.

Das Alter spielt dabei oft keine Rolle.

Dennoch sind alle Markingverantwortlichen und Agenturen auf der Suche nach kleinen Tips und Tricks. Dabei wird oft vergessen, dass es sich bei Business Entscheidern um Menschen handelt. Menschen, die auch Gefühle, Meinungen und Beziehungen haben. Sie handeln emotionaler als bisher angenommen. Und deshalb teilen sie auch ihre Erfahrungen auf sozialen Netzwerken. Mal mehr, mal weniger – je nach „Firmenerlaubnis“…

Nimmt man sich das Forrester’s Social Technographics Tool, so könnte man auch auf die Erkenntnis kommen, dass das Alter eine entscheidende Rolle bei der Ansprache der B2B Entscheider spielt. Und dabei muss man sich nur den Aktivitätsindex der „Teilnehmende“ (Joiners), „Zuschauer“ (Spectators) und „Inaktiven“ aus der Forresters Social Technographics Daten ansehen.

Man kann davon ausgehen, dass der durchschnittliche Business Entscheider basierend auf einer stetigen Karriereentwicklung mindestens 35 Jahre alt ist. Nimmt man sich also die Altersgruppe der Menschen um 35-44, 45-54 sowie 55+ heraus, so sieht man schon, wer da wirklich aktiv ist und wer eher zuhört. Je nachdem, welche Zielgruppe man also adressiert, sollte man sich im Social Web gut überlegen, wie man auf die Persönlichkeit dieser B2B Personen eingeht.

Aus der Annahme ergeben sich einige Optionen für eine diversifizierte Content-Marketing Strategie. Denn mit steigendem Alter ändern sich auch die Hobbys der Menschen. Auch ich habe früher aktiv Fussball gespielt und mich inzwischen auf das Golfspiel „versteift“. Entsprechend kann man hinsichtlich des Alters dann unterschiedliche inhaltliche Themen entwickeln, Zielgruppenprofile ansprechen und Querverweise einbauen. Entweder man differenziert und sucht sich verschiedenen Ansatzpunkte je nach Alter der Zielgruppe. Oder man geht -aus Ressourcen Gründen- auf den Sweet Spot ein und versucht edukative Inhalte für „Zuschauer“ zu produzieren, die dann aber über soziale Plattformen verbreitet werden.

Und warum?

Business-Entscheider lesen Blogs. Sie nutzen YouTube. Sind in Onlineforen aktiv. Lesen Fallstudien. Meinungen und Bewertungen. Und auch Podcasts sind noch nicht out in dieser Zielgruppe. Sie unterscheiden nicht zwischen UGC und gebrandeten Inhalten. Denn die Grenzen zwischen B2B und B2C verschwimmen, da wir Beziehungen intensiver leben.

Die meisten vertrauen eher der geschriebenen Meinung eines Freundes, oder Freundes eines Freundes, denn „Firmen-Hochglanzinhalten“. Und die finden sie über Suchmaschinen oder Social Networks. Wer die Jungen (35-44 Jahre) adressiert, sollte interaktive Elemente, Social Gaming und Onlinekonversationen in die Content-Strategie einbauen, die das Mitmachen im Fokus haben. Und wer die 55+ Zielgruppe adressiert, sollte sich wohl überlegen, welche Beweggründe im Alter im Büro viel diskutiert werden, da man die Work-Life-Balance in diesem Alter genauer im Auge hat.

Wenn ihr das anders seht, habt ihr sicher einen guten Kommentar im Kopf, oder…? Wir freuen uns drauf…

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