Quo Vadis Data-Driven Advertising? – Ausblicke auf die d3Con Konferenz

Wer bei Real Time Bidding, Targeting, Re-Targeting oder Trading Desks an vorderster Front als Werbetreibender und Markenverantwortlicher mitspielen will, sollte keinen Trend verschlafen. Eine Chance zum Aufwachen bietet in Hamburg am 20. Februar die d3con Konferenz. The Strategy Web (TSW) hat sich im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Gründer Thomas Promny (TP) über die neusten Entwicklungen zum Thema Data-Driven Advertising unterhalten.

TSW: Welche Priorität nimmt Data Driven Advertising in Unternehmen zukünftig ein?

TP: „Online Marketing war ja schon immer mehr „data driven“ und entsprechend Performance-orientierter als die meisten anderen Werbeformen. Beim Thema der d3con Konferenz, Data Driven Display Advertising, geht es aus Werbekundensicht in erster Linie darum, wie man die richtigen Zielgruppen für die eigenen Display Kampagnen findet, buchbar macht und effizient mit den passenden, individuellen Werbemitteln beliefert. Das wird für alle Werbetreibenden sinnvoll sein, aber am wichtigsten ist es für Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen mit kleineren Zielgruppen, die ohne effizientes Targeting schlecht oder gar nicht erreichbar sind.“

TSW: Welche Formen des Data-Driven Advertising werden sich langfristig durchsetzen?

TP: „Auf der Advertiser-Seite haben wir heute ja schon das Retargeting, das sehr viele Werbetreibende auch in Deutschland schon erfolgreich einsetzen. Der heilige Gral der Branche liegt weiterhin darin, Wege zu finden, über Retargeting hinaus echte Neukunden anzusprechen und zu targeten. Daran arbeiten viele Player in der Branche intensiv und es gibt auch erste Erfolge. In der Richtung geht aber noch viel mehr, aber auch nicht von heute auf morgen, da hier neben besseren Targeting-Algorithmen beispielsweise auch
intelligente Verknüpfungen der kundeneigenen Business-Intelligence-Daten mit den Werbekampagnen nötig sind. Das geht oftmals nicht so schnell. Auf der Publisher-Seite ist RTB ebenfalls dabei, sich im Markt durchzusetzen. Hier ist die Argumentation relativ einfach: Früher oder später werden alle Publisher mitmachen, weil es Buchungsprozesse viel effizienter macht und dazu auch noch höhere TKPs erzielt.“

TSW: Inwieweit unterscheidet sich der europäische Markt im internationalen Vergleich bei Data-Driven Advertising?

TP: „Wie in den meisten Bereichen des Online-Geschäfts ist auch der Display-Targeting-Markt etwa 1-2 Jahre im Rückstand gegenüber den USA. Dazu kommt, dass es in Europa noch stärkere Sorgen um Datenschutz und andere rechtliche Aspekte des Geschäfts gibt. Leider wird viel zu wenig diskutiert, dass das verbesserte Targeting auch für Nutzer Vorteil hat: Werbung muss nicht immer nur irrelevant und lästig sondern kann mit funktionierendem Targeting auch nützlich sein.“

Über die d3Con Konferenz…
d3con ist Deutschlands erste und größte Konferenz zum Thema Data Driven Display Advertising. Die 2011 begründete Konferenz war in Deutschland die erste ihrer Art und richtet sich in erster Linie an Werbungtreibende und Agenturen sowie Vermarkter, Publisher und Betreiber von Werbenetzwerken. Veranstalter der d3con ist Thomas Promny, Internet-Unternehmer aus Hamburg, der mit verschiedenen Unternehmen im Online-Marketing-Bereich selbst auch unternehmerisch an den Themen der d3con arbeitet.

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