JIM Studie: Mobile und Web killen (noch) nicht Radio und Print

In zahlreichen Moderationen und Vorträgen von Panelisten hört man immer wieder, dass die Mediennutzung durch Mobile Endgeräte und der Zugang zum Web von den Generationen XYZ der Untergang von Print und Online sind. Die aktuelle JIM Studie, die rund 1200 Jugendliche befragte zeigt, dass das (noch?) nicht richtig ist. Klassische Medien sind immer noch im Trend und Bücher werden zunehmend genutzt – vor allem von Mädchen.

Jugendliche lieben ihr Smartphone und laden gerne mal eben Bilder in Communities hoch, chatten und nutzen weiterhin den Experten zum Trotz klassische Medien. Dennoch: Jeder vierte Jugendliche besitzt heute ein Smartphone (Zuwachs von über 10% zum Vorjahr). Bücher und Radio finden dennoch wieder wachsende Beachtung durch Jugendliche. So die Ergebnisse der Jim-Studie 2011 („Jugend, Information, (Multi-)Media“).

Für 46% der 12 bis 19-jährigen Jugendlichen spielt aber auch das Fernsehen als Informationsquelle eine wichtige Rolle. Sie sitzen regelmäßig vor dem TV-Screen (89%) und schauen sich regelmäßig Nachrichten im TV an, bevorzugt die ARD-„Tagesschau“.

Der Studie zufolge lesen 44% ebenfalls regelmäßig Bücher, 42% Tageszeitungen (zum Vergleich: 1998 waren es 38%) – Mädchen sind dabei in der Überzahl. Nur 1% nutzt E-Books. Der Tageszeitung wird am ehesten vertraut, vor dem Fernsehen, Radio und dann Internet.

Wichtigkeit_der_medien_jungen_und_madchen_2011

Die Frage, die sich stellt… Wenn nur 18% die Internetseiten der Tageszeitungen lesen, fragt man sich, ob und inwieweit die Jugendlichen inzwischen die News nicht über soziale Plattformen abgreifen. Denn 78% (ein Plus von 7% zu 2010) sind in sozialen Netzwerken aktiv. Wieviel Nachrichten teilen Jugendliche dort? Facebook (72%) stiehlt nicht verwunderlich studiVZ (29%) inzwischen die Show. und wenn man sich überlegt, was dort Nachrichten geteilt werden, dann ersetzt das natürlich so manche Informationsaufnahme einer anderen Plattform. Und ich frage mich, wie stark wird der Zugang zum Internet von den Eltern reguliert, reglementiert und respektiert…

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