3 Eigenschaften, die Chefs von mobilen Teams drauf haben sollten.

Wer als Chef von zuhause aus arbeitet, im sogenannten Remote Office, benötigt ganz bestimmte Führungsqualitäten. Denn die Gewohnheiten und Fähigkeiten eines herkömmlichen Managers werden in einer fragmentierten und verteilten Arbeitsatmosphäre nicht ausreichen.

Die Führung aus der Ferne muss neue Wege finden, um eine fröhliche und ausgewogene Arbeitskultur zu schaffen. Denn: Die Freiheit des mobilen Arbeitsplatzes trägt so manche Verantwortung in sich. Man hat keinen direkten Zugriff auf Menschen in Konfliktsituationen. Man muss vorher Kommunikationsprozesse etablieren, die für alle Team-Mitglieder gültig sind. Und man sollte Selbstverantwortung nicht als eine Fähigkeiten von allen Team-Mitgliedern voraussetzen.

Der Vorteil an der mobile Arbeitsweise ist, dass man sich als Chef auf sein Ziel und die des Teams fokussieren kann. Oft wird in einem gewöhnlichen Büro die Arbeit aufgrund von Zwischenfragen und spontanen Meetings unterbrochen. Auch wenn das in der mobilen Arbeitswelt nicht unbedingt der Fall ist, können Chats und Messenger so manche willkommene Unterbrechung schaffen, die dann wiederum das Gesamtziel aufgrund von Flurfunk-Kommunikation schnell aus dem Fokus verliert. Probleme kann es also in beiden Welten geben.

Umso wichtiger ist es, mit klaren Zielen als „mobile Führungskraft“ voranzugehen. Wenn die Team-Mitglieder deutlich kommunizierte Ziele haben, kann die Erwartung an sie nicht fehlverstanden werden. Jeder weiß, was er oder sie zu tun hat. Und wer ist nicht produktiver, wenn er seine Arbeitsumgebung selbst bestimmen kann?

Die technischen und kulturellen Voraussetzungen sind längst vorhanden. Aber zu lernen, wie man als „Fern-Boss“ zielsicher mit seinem Team umgeht, ist nicht jedem gegeben. Dafür gibt es ein paar klare Grundsätze, die jeder „Remote-Boss“ vorweisen kann.

Ziele sind ein Muß.
Wer seine Ziele nicht aus den Augen verliert, kann schneller Erfolge vorweisen und ist auch als Boss angesehener und respektierter. Gerade verteilte Teams zeigen eine Effizienzsteigerung, wenn sie nicht tagtäglich im Büro sitzen. Auch wenn sich so mancher traditionelle Chef denkt, der Austausch und der Zugriff auf den Mitarbeiter im Office nebenan ist einfacher und Informationen fließen schneller. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass bei klarer Zielsetzung für Projekte und Prozesse viel Zeit gespart werden kann, wenn über Projekt-Management Tools gearbeitet wird. Wichtig bei der Produktivitätssteigerung ist dabei ist nur, dass der Chef die Milestones mit dem Team zeitkritisch betrachtet und setzt. Da kann es dann auch mal sein, dass ein Tag viel kürzer ist und man als „Remote Chef“ den Mitarbeitern ein wenig mehr Work-Life-Balance zugesteht.

Kontaktfreudigkeit schafft Team-Spirit.
Wer nicht vereinsamen will, sollte dafür sorgen, dass die Remote-Teams oft und viel miteinander oder mit Kunden und Partner via Messenger, sozialen Netzwerken oder Video-Meetings in Kontakt treten. wer sich hier als gute Führungskraft etablieren will, sollte sich regelmäßige Update Meetings aber auch Small Talks mit allen Team-Mitgliedern als Einzel-Chats oder Team Calls in seinen Kalender als Reminder setzen. Aber auch die Ermutigung der Team-Mitglieder dies miteinander zu tun, ist die Pflicht des Remote-Chefs. Auch wenn das am Anfang ein wenig hakelt und sich so mancher die Frage stellt, muss man so viel Kontaktfreudigkeit sein, gilt es weiterzumachen. Einige Projekte bei unseren Kunden haben gezeigt, dass die erste Hürde schnell überwunden wird und danach Kommunikation zum Selbstläufer wird.

Eine gute Schreibe ist entscheidend.
Wer mit einem Remote-Team arbeitet, kann vorwiegend über Schreiben kommunizieren. Entsprechend ist die Herausforderung für den Chef mit einfachen, deutlichen und klaren Worten ihre Ansagen auf die Bildschirme der Team-Mitglieder zu bringen. Sonst gibt es endlose Chat-Kommunikation, die die Effizienz der Teams senkt. Wer dies umgehen will, setzt einfach ein Webinar, Hangout oder Skype Call auf und spricht die Sachen kurz durch. Um die Effizienz von solchen Audio-Video Meetings zu forcieren, empfiehlt es sich, vorher von den Team-Mitgliedern 1-2 Bullet Points auf die Agenda setzen zu lassen.

Die Mannschaft von Formstack hat übrigens eine schöne Infografik zusammengestellt, die die Vorteile des mobilen Arbeitsplatzes anhand von Studienergebnissen auch noch mal veranschaulicht. Vielleicht denkt ja so mancher Manager doch mal darüber nach, ob er nicht eher ein „Remote Boss“ werden will. Die Argumente findet Ihr hier….

Remote-Boos-Needs-Infographic

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