Deutsche packen über 30 Minuten am Tag in ihren Karriereaufbau

Wir Deutschen wieder. Fleißig, strebsam und… unterwürfig!? So zeigt er sich der deutsche Arbeitnehmer nach einer aktuellen Studie von LinkedIn in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori, bei der von mehr als 3200 Befragten 400 aus Deutschland kamen.

Wieder einmal präsentieren wir landes-typische Tugenden, die wir Deutschen nicht verleugnen können. Fleiß und Disziplin sprechen aus den Ergebnissen, die uns LinkedIn mit einer Infografik vor Augen führt.

Wer im Berufsleben erfolgreich sein will, muss Zeit investieren. Das ist verständlich. Aber muss man sich gleich über 30 Minuten bis zu einer Stunde am Tag fortbilden und in Netzwerken tummeln? Liegen die über zwei Drittel (69%) der deutschen Fach- und Führungskräfte da richtig? Oder ist das eher ein Wunschdenken? Oder übertriebener Aktionismus und Ehrgeiz?

Man fragt sich, wie ein HR-Department das bewertet, wenn die Mitarbeiter diesen Karriereaufwand während der Arbeitszeit umsetzen? Auch ob das Zubereiten von Kaffee für den Chef ebenso wichtig ist, wie den Lebenslauf aktuell zu halten? Und was macht man davon wohl öfter? Und zählt man das zur Verteilzeit?

Zwei weitere Erkenntnisse, haben mich zum Nachdenken angeregt…

Während in anderen europäischen Ländern vorwiegend der berufliche Verdienst im Vordergrund steht, sieht der Deutsche die Karriere als eine Erweiterung der persönlichen Interessen und Vorlieben. Sie und Er wollen sich selbst verwirklichen, so die Studie.

Spannend wären hier Beweggründe gewesen… Arbeitet der Deutsche zuviel und hat somit keine Zeit für sich? Identifiziert sich der Deutsche stärker als der Europäer mit dem Beruf? Ist das der Grund, warum in Unternehmen Motivations-Spielchen wie Incentive-Programme und Award-Verleihungen noch wenig Beachtung finden?

Laut Studie profitieren nach Ansicht der Befragten vor allem Angestellte in Marketing und PR (29%), Politik (26%) sowie Bänker und Börsianer (17%) von einem guten Netzwerk. Warum werden das C-Level und die Verkäufer hier eigentlich nie ganz vorne erwähnt? In meinen Augen verkauft, wer ein großes Netzwerk hat und dies einzusetzen weiß. Und da sollten Verkäufer und das C-Level im Social Business ganz vorne stehen.

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