Der feine Unterschied zwischen Social Media und Social Business

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Für Business Entscheider ist es wichtig, den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zu verstehen. Das gilt aber nicht nur für die Marketing- oder Presseabteilung. Wer sich diesem Unterschied nicht widmet und sein Unternehmen darauf umstellt, wird sich schwer tun im heutigen Mitbewerbsumfeld zu bestehen.

Die Frage ist also, was sich hinter dem Terminus „Social Business“ grundsätzlich verbirgt. In einigen Konferenzen und Keynotes habe ich mich in den letzten Wochen zum Thema Social Business geäußert und den Unterschied zu Social Media herausgestellt. Das will ich mal schnell zusammenfassen. Denn Gründe, warum sich Unternehmen noch dagegen wehren, sind zahlreich vorhanden.

Social Business ist ein Kulturwandel und geht grundsätzlich mit einem nicht unbedeutenden, aber oft gar nicht so aufwendigem Change Management Prozess einher. Alleine beim Wort „Change Management“ dreht sich bei so manchem Business-Entscheider allerdings der Magen um. Chancen werden da eher in Frage gestellt. Und das obwohl Firmen wie IBM, SAP, Cisco, Bayer, Kuka Roboter oder BASF bereits von den Erfolgen auf so mancher Veranstaltung berichtet haben.

Social Business wird oft als Marketing- und PR-Aufgabe verstanden, sprich als Externe Kommunikation. Doch der wahre ROI liegt in der internen Kommunikation und dem Commitment der Mitarbeiter, die Herausforderung der Business-Expansion durch gemeinsame Kommunikation anzunehmen bzw. sich mit dem Unternehmen oder der Marke zu zu identifizieren.

Abteilungen wie Kunden Service und Personalabteilungen beschäftigen sich zwar mit Social Media, aber in der Regel deren Möglichkeiten der Einschränkungen der Mitarbeiter im interaktiven Engagement während der Arbeitszeit im Sinne der Produktivität (Fehlinterpretation!) und Automatisierung. Dass Social Business wie ein kontinuierliches integratives Trainigs- und Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter sein kann, wird meistens verkannt.

Social Business könnte aber auch als Chance gesehen werden, dass Mitarbeiter interne Businessprozesse, Marktwissen und Managementziele besser verstehen. Das erfordert aber eine interne Kommunikation, die nicht auf einer 1:1 Kommunikation basiert. Da müssen Business-Entscheider erst verstehen, dass die Email kein Allheilmittel ist, sondern Stream-Kommunikation und Community Austausch schneller und wesentlich effizienter sind.

Social Business sucht nach den Chancen der Business-Generierung durch Kollaboration, die sowohl intern wie extern laufen kann. Social Business ist wie eine Brücke, die zahlreiche Unternehmen wie Gatekeeper bewachen, um schön zwischen Hierarchien, zwischen Abteilungen, dem Partner- und Resellerverhältnis oder der Beziehung zum Kunden zu differenzieren. Diese Wächter braucht niemand mehr und Unternehmensführer sind gut beraten, sich ihrer zu entledigen.

Social Business liefert kritischen Input für Business-Entscheidungen und Business-Generierung. Beides lässt sich dank Social Media Messinstrumenten in schnellere Management-Entscheidungen drehen. Denn, wenn nicht eine Entscheidung die Last der Verantwortung trägt, sondern zahlreiche Schultern, die alle an der Wertschöpfungskette beteiligt sind, dann reden wir nicht mehr von Social Media.

In einem Interview hat Ed Brill, den wir mit The Strategy Web vor ein paar Wochen interviewt haben, auch nochmal kurz und knapp den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zusammengefasst: Social Business ist das Einbinden der Mitarbeiter in einen sozial offenen Prozess. Also einen Prozess, der Mitarbeiter, Partner, Kunden und den Markt als interaktive Gemeinschaft zusammenführt. Entsprechend haben wir vor einiger Zeit das „Community Centric Strategy“ Modell entworfen. Es geht darum, die richtigen Menschen des Marktes, interne wie externe, in einem Kommunikationsprozess zusammenzubringen, um Probleme zu lösen, innovativ zu sein, Antworten zu geben, mit der gemeinsamen Absicht, den Markt besser zu verstehen.

Eigentlich gar nicht so schwer, oder…?

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