Crowdsourcing der anderen Art – Der Fall McDonalds II

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Von Liebe keine Spur? Oder besser: Wie aus einem Hashtag ein Burgerstorm wird…

Alles hätte so lecker sein können. Ja hätte, will man sagen… Mit einer guten Crowdsourcing-Idee lässt sich eben auch manchmal der verbale Grill-Spieß umdrehen. Das musste jetzt McDonalds leidlich auf Twitter erfahren…

Da hatte man mit dem Hashtag #McDstories die positiven Erfahrungen der Kunden von McDonalds adressieren wollen und vergaß offensichtlich dabei komplett, dass man ja die Kontrolle über die Gespräche verlieren kann. Und genau das geschieht dann auch prompt. Aber eins nach dem anderen.

Mittels der von Twitter zur Monetarisierung des Businessmodels für Unternehmen angebotenen „Promoted Tweets“ und „Promoted Accounts“ hatte McDonalds zwei Werbe-Tweets in die Social Websphäre gezwitschert. Man wollte die User animieren, in 140 Zeichen positive Erlebnisse bei der Fast-Food Kette zu schildern.

Geht man nun von einer Engagement-Quote von 3-5% der adressierten Zielgruppe aus, so ist das schon ein ganz schöner „Burgerstorm“ der einem da auf den Magen schlagen kann als Unternehmen.

Und das schaffte der neu aufgebaute Hashtag #McDstories auch, denn der gefiel der Twitter Community äußerst gut. Allerdings auch den Gegnern der „Pommes- und Burgerbäckerei“. Da wurde dann schnell berichtet von vergiftetem Essen mit Krankenhausbesuch als Folge, auch die Arbeitsbedingungen wurden angeprangert, oder erzählt, wie man einen Fingernägel in Big Macs gefunden hat. Und manche gaben dann nicht umsonst Burger King Kredit für die Kampagne…

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Ergebnis: McDonald’s gab dem Druck nach und beendete die Kampagne. Deren Social Media Boss Rick Wion in den USA zog die Notbremse und machte vom „Notfallplan“ gebrauch. Und auch wenn die Zahl der Kommentare von weit über tausend auf ein paar wenige zurückging, so erfreut sich die Presse und ich nun an einem weiteren Fallbeispiel des „Crowdsourcing der anderen Art“

Siehe hierzu auch die Fälle Sky Deutschland und BMW USA. Und was das Thema Kundenservice bei McDonalds betrifft, so habe ich selbst schon ein Erlebnis beschrieben – wenn auch nicht in 140 Zeichen.

Die Frage, die sich stellt… Hätte McDonalds auch anders reagieren können? Was hätte McDonalds noch tun können, als sich ins Burgerhaus zurückzuziehen? Euer Input ist gefragt…

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