comScore Report Deutschland: Desktop ist out, Smartphone übernimmt, Tablets auf dem Vormarsch

In einem kürzlich veröffentlichten Report “2013 Future in Focus – Digitales Deutschland” zeigt comScore die digitalen Trends hierzulande auf. Der Report liefert ein paar interessante Einblicke in die deutsche Digitalwelt (u.a. hinsichtlich E-Commerce, Internetnutzung, Mobile, Online Video, Online Werbung und Social Media. Die Anzeichen für dieses Jahr generiert comScore aus den Daten von Dezember 2012.

Der Bericht macht klar, welchen Herausforderungen sich Marketers in der heutigen Zeit stellen müssen. Die heutige Multi-Plattform-Umgebung wandert von Computer-Nutzung in Richtung Smartphones, Tablets, Gaming-Plattformen sowie ConnectedTV. Eine Fragmentierung von Medien, der die Marketingverantwortlichen schnellstens begegnen sollten. Denn: Inzwischen greifen 8,4 Millionen Menschen fast jeden Tag mit ihrem Handy auf soziale Medien oder Blogs zu – ein Plus von 68% zu 2011. Einer von fünf iPhone Nutzern hat zum Weihnachtsgeschäft mit seinem Smartphone eingekauft.

Hier ein schneller Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht Deutschland den Zeitraum Dezember 2012 betreffend:

- 96% des deutschen Such-Marktes wird inzwischen von Google eingenommen.
- 51% der genutzen Mobiltelefone waren Smartphones.
- 29% der Internetnutzer investieren im Dezember 2012 mehr Zeit auf Einzelhandels-Webseiten als 2012.
- 10% des Internet-Traffics kommt inzwischen schon nicht mehr vom Desktop.
- XING nimmt bei deutschen Internetnutzern doppelt so viel Zeit ein wie LinkedIn
- Um 211% ist Mobile Video gestiegen: 10 Millionen Mobile Video-Viewer im Dezember 2012.
- Frauen stehen auf Spil Games und H&M: 27,9 Mio. weibliche Nutzer verzeichnet das Jahr 2012 (Plus von 7%)

Aber auch Tablets stehen zukunftsreiche Tage bevor, wie die nachfolgende Grafik des Berichts zeigt.

“Verbraucher können frei entscheiden, wann und wie sie Inhalte konsumieren möchten. Ereignisse in 2012, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele in London, haben uns gezeigt, dass Konsumenten ein nahtloses digitales Nutzungserlebnis wünschen, so dass Informationen wie Nachrichten, Emails, Filme, und Social immer und überall genutzt werden können. Den digitalen Konsumenten und seine Präferenzen z.B. bezüglich von Endgeräten und Plattformen zu verstehen und darauf zu reagieren, sollte in 2013 zur Priorität in deutschen Unternehmen gemacht werden.” Robert Tierhold, Vice President D/A/CH, comScore

Spot On!
Der deutsche Internetnutzer zeigt sich dennoch im europäischen Vergleich sehr aktiv und liegt hinter Russland auf Platz 2, welches im letzten Jahr ein Zuwachs in Unique Visitors von 15% aufwies. Bei der Handynutzung ist Deutschland in Europa sogar führend mit 61 Mio. Besitzern eines kleinen mobilen Telefons, was ja oft schon nicht mehr als Telefon genutzt wird. Mit 762 Milliarden Display Ad Impressionen wurde in Deutschland im Jahr 2012 immernoch erstaunlich viel Bannerwerbung ausgeliefert.

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Studie: Wenn Oma und Opa von Google & Co. ersetzt werden…

Credits: © Monkey Business – Fotolia.com

Waren für Euch die Großeltern früher auch noch die “Quelle des Wissens”? Die Oase des Lücken Füllens, wenn man mal nicht mehr so richtig weiter wusste? Die Hoffnung, wenn mal die Vergangenheit die Zukunft leiten sollte? Offensichtlich scheint die Generation Y das nicht mehr so zu sehen. Fast zwei Drittel der Großeltern haben heute das Gefühl, dass Google, Wikipedie oder Youtube sich ihrer Position bemächtigen.

Eine Studie der englischen Reinigungsfirma Dr. Beckmann hat in einer Umfrage unter 1.500 Britischen Großeltern herausgefunden, dass weniger als ein Viertel der Befragten nach Rat hinsichtlich Waschen, Nähen oder Familien-Rezepten gefragt wurde. Nur eine von fünf Großmüttern wurde von den Enkelkindern “angezapft”, wie man ein Ei kochen würde. Die Erkenntnisse der Studie berichten diverse englische Tageszeitungen und auch Huffington Post derzeit.

Aber warum holen sich die Jugendlichen ihre Informationen nicht mehr von den Großeltern? Erzählungen aus den Jugendjahren der Großeltern scheinen offensichtlich nicht mehr wirklich hoch im Kurs zu liegen für die Jugendlichen. Gerade mal eine von fünf Enkelchen wollen wissen, “wie es früher war Kind zu sein”. Die historischen Daten und Geschichten werden sich wohl heute aus dem Netz gezogen. Eben so, wie sie auch ihre Eltern nicht mehr fragen müssen, wo Timbuktu liegt und welche Tiere dort leben könnten. Denn dafür sorgen inzwischen intelligente interaktive Weltkarten, komfortable und portable eingebettet in Apps.

Großeltern hingegen sprechen eine klare Sprache, wenn sie wiedergeben, dass sie im kindlichen und jugendlichen Alter fast alle (96%) ihre Opas und Omas viel mehr mit Fragen gelöchert haben als das heute der Fall ist. Irgendwie scheint richtig verfrühte Trauerstimmung aufzukommen, wenn die Mehrheit der Befragten feststellt, dass ihre Rolle als Großeltern obsolet wird.

Die Auskünfte der Großeltern scheinen sich aufgrund der hohen Datenflut als obsolet abzuzeichnen, wie die Studienleiterin resümiert:

“Grandparents believe they are being sidelined by Google, YouTube, Wikipedia and the huge resource of advice available on the Internet. (..) They are aware that their grandchildren, already with their noses buried in a laptop, tablet computer or smartphone, find it much easier to search the Internet for instant advice.” Susan Fermor, Verantwortliche der Studie bei Dr. Beckmann.

Was negativ klingt, hat aber in Kombination mit einer weitere Studie der Oxford University, mehr Potential zu Nachdenken als vorerst geglaubt. Diese Studie wiederum befragte die gleiche Anzahl Kinder und stellte fest, dass die Kinder mit einem höheren Einfluss der Großeltern weniger Stimmungsschwankungen und Verhaltensauffälligkeiten aufwiesen.

Wie seht Ihr das? Wird Google & Co. die Großeltern in ihrer Informationskraft ersetzen? Verzichtet Ihr selbst schon auf Opi’s und Omi’s Tips?

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Deutsche packen über 30 Minuten am Tag in ihren Karriereaufbau

Wir Deutschen wieder. Fleißig, strebsam und… unterwürfig!? So zeigt er sich der deutsche Arbeitnehmer nach einer aktuellen Studie von LinkedIn in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori, bei der von mehr als 3200 Befragten 400 aus Deutschland kamen.

Wieder einmal präsentieren wir landes-typische Tugenden, die wir Deutschen nicht verleugnen können. Fleiß und Disziplin sprechen aus den Ergebnissen, die uns LinkedIn mit einer Infografik vor Augen führt.

Wer im Berufsleben erfolgreich sein will, muss Zeit investieren. Das ist verständlich. Aber muss man sich gleich über 30 Minuten bis zu einer Stunde am Tag fortbilden und in Netzwerken tummeln? Liegen die über zwei Drittel (69%) der deutschen Fach- und Führungskräfte da richtig? Oder ist das eher ein Wunschdenken? Oder übertriebener Aktionismus und Ehrgeiz?

Man fragt sich, wie ein HR-Department das bewertet, wenn die Mitarbeiter diesen Karriereaufwand während der Arbeitszeit umsetzen? Auch ob das Zubereiten von Kaffee für den Chef ebenso wichtig ist, wie den Lebenslauf aktuell zu halten? Und was macht man davon wohl öfter? Und zählt man das zur Verteilzeit?

Zwei weitere Erkenntnisse, haben mich zum Nachdenken angeregt…

Während in anderen europäischen Ländern vorwiegend der berufliche Verdienst im Vordergrund steht, sieht der Deutsche die Karriere als eine Erweiterung der persönlichen Interessen und Vorlieben. Sie und Er wollen sich selbst verwirklichen, so die Studie.

Spannend wären hier Beweggründe gewesen… Arbeitet der Deutsche zuviel und hat somit keine Zeit für sich? Identifiziert sich der Deutsche stärker als der Europäer mit dem Beruf? Ist das der Grund, warum in Unternehmen Motivations-Spielchen wie Incentive-Programme und Award-Verleihungen noch wenig Beachtung finden?

Laut Studie profitieren nach Ansicht der Befragten vor allem Angestellte in Marketing und PR (29%), Politik (26%) sowie Bänker und Börsianer (17%) von einem guten Netzwerk. Warum werden das C-Level und die Verkäufer hier eigentlich nie ganz vorne erwähnt? In meinen Augen verkauft, wer ein großes Netzwerk hat und dies einzusetzen weiß. Und da sollten Verkäufer und das C-Level im Social Business ganz vorne stehen.

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Social Media und Kundendienst: Schnelle Antwort ist gefragt – Welche Marken gute Arbeit leisten…

Die meisten Marken wissen, dass sie eine Social Media Präsenz haben sollten. Dass viele Unternehmen diese modernen Kommunikationsplattformen nicht als Feedback Ebenen werten wie z.B. Email und Telefon ist dennoch angesichts dieser Erkenntnis unfassbar – vor allem, wenn die Plattformen als Kundendienst Angebot eingesetzt werden. Social Media als Kundendienst ist wohl noch ein wenig komplex.

Eine aktuelle Studie von Conversocial, die das Thema Social Media Kundendienst für Firmen wie Groupon oder Net-A-Porter handelt, zeigt nun, dass mehr als die Hälfte der Konsumenten (55%) von der Kommunikation der großen Marken in Social Media enttäuscht sind. Und das obwohl jeder weiß, dass eine schlechte digitale Erfahrung sofort auf sozialen Plattformen wie Twitter, Facebook und Co. geteilt wird. Es scheint, als ob Firmen gerne Scherbenhaufen aufräumen wie kürzlich erst McDonalds.

Die Studie besagt auch, dass 88% der Konsumenten, die kein Feedback auf eine Beschwerde erhalten haben, vermutlich nicht mehr von dieser Marke kaufen werden. Es wird aber auch aufgezeigt, welche Marken und Branchen es gut machen und wer es schlecht macht. Grundsätzlich zeigt sich, dass die Telekommunicationsbranche, Supermärkte und Privatbanken beim Feedback schwächeln, wohingegen Restaurants und Kaufhäuser ordentlich performen.

Als Feedback-Zeit bleibt Kunden übrigens nicht lange. Die meisten Kunden (58,9%) erwarten eine Antwort innerhalb von maximal 10 Stunden.

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Der komplexe Social Media Marketing Kosmos

Digitales Marketing ist eine wahre Herausforderung geworden. Und das wird es immer mehr. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Den Beweis für die Herausforderung liefert u.a. eine Altimeter Group Studie, die besagt, dass Firmen inzwischen 178 firmeneigene Social Media Accounts haben. 178 Social Media Accounts, die alle kommunikativ versorgt werden wollen! Daß die Zahlen sich mal wieder nach unten schrauben werden, darf als unwahrscheinlich angenommen werden.

Wie soll ein Kommunikationsteam da noch einen Überblick über die zahlreichen sozialen Netzwerk-Accounts, Sharing-Plattformen oder Blog(-Derivate) behalten? Wie soll man erkennen, was richtig und wichtig ist in der digitalen Social Media Markenführung? Und welchen Mehrwert liefern da noch die Werbeoptionen wie Online Display Advertising auf den Plattformen, wenn das Vertrauen in diese schon durch Nielsen in Frage gestellt wird?

Vielleicht ist das der Grund, warum der Autokonzern General Motors, der als Vorreiter im Social Media Business gilt, nun als “mental” bezeichnet wird. Hat man doch kurzerhand das Facebook Anzeigen-Budget gestrichen für die nahe Zukunft. Womöglich bringen die Werbeeinblendungen in den Social Networks ja inzwischen nachweislich weniger als die Status Streams? Auf jeden Fall sind die Zahlen der Werbewirkung von Facebook zu hinterfragen. Wen wundert da der gestrige Einbruch der Facebook Aktie um 13%…?

Die unten stehende Grafik illustriert endlich mal eine weitere Variante der Komplexität des Social Media Marketing Kosmos als die zahlreichen Brian Solis Social Media Prismen. Gezeigt wurde die neue Aufstellung erstmals auf einer Buddy Media Veranstaltung, bei der deren neue Messbarkeits-Software vorgestellt wurde, schreibt Business Insider.

Wer behält bei dem Social Media Marketing Chaos, nein… Kosmos, noch einen Überblick? Da wachsen fast neue Plattformen wie Pinterest oder nagelneue Dating-Netzwerke für 24-34 Jährige mit dem Namen Badoo.com. Und manche sind noch nicht einmal gelauncht, wie das Muslimen-Netzwerk Salamworld. Hat das schon jemand auf dem Plan?

Ja, man muss dran bleiben, wenn man nicht den Überblick in der digitalen Markenführung, und im speziellen dem Social Media Marketing Kosmos, verlieren will. Wir geben uns auch weiterhin alle Mühe am Ball zu bleiben…

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Nielsen Studie bringt Licht in die Nutzung des “zweiten Bildschirms”

Die Nutzer eines Tablets tun es. Und die Nutzer eines Smartphones machen es ebenfalls. Während sie Fernsehen, wird nach neuen Produkten gesucht oder Preisvergleichen gemacht. Manche checken auch ihre Emails oder Sportergebnisse. Während die Flimmerkiste läuft, sind wir längst nicht mehr mit den Gedanken nur noch beim Fernseher. Die parallele Nutzung des zweiten Screens nimmt immer mehr zu. Dual Screening heißt die neue Devise.

Eine neue Studie von Nielsen mit dem Titel “State of the Media: Advertising & Audiences” unterstreicht nun mit aktuellen Zahlen, wie es um die derzeitige Parallelnutzung steht. Die “zweite Screen-Nutzung” reichert die TV Erfahrung mit weiterem Wissen an und nimmt nicht unbedingt Zeit weg von ihr. Wenn Männer gleichzeitig TV und Tablets nutzen, suchen sie eher Informationen die Inhalte des Fernsehprogramms betreffend (39%) als Frauen (34%). Frauen hingegen fühlen sich eher von Werbung angesprochen und auf der Suche nach Informationen zu beworbenen Produkten (24% zu 21%).

Bei Smartphones sind es sogar 41%, die täglich gleichzeitig TV und Smartphone anschalten. Die Zahlen für Deutschland sind nicht bedeutend anders. Hierzulande sind 29% der Anwender Parallelnutzer von Tablet und TV. Beim Smartphone liegt die Prozentzahl der Parallelnutzung sogar bei 35%. Die angefügte Grafik zeigt noch interessante weitere Zahlen.

Erwachsene zwischen 25 und 54 Jahren werden ziemlich deutlich von Werbung beeinflusst. Der Bericht besagt, dass diese Gruppe 23% affiner einer Marke folgen werden durch Social Netwprking Seiten als der gewöhnliche Internetnutzer. Zudem kaufen sie zu 29% wahrscheinlicher ein Produkt online, welches vorher im Fernsehen vorgestellt worden ist. Sicherlich wenig verwundert es, dass Teenager beim Fernsehen mit Tabletts eher eine Social Media Seite aufsuchen (62%) als die Baby Boomet (33%). Sicherlich auf dem Vormarsch ist die Nutzung von Spielekonsolen. Teenager nutzen sie in der Nacht im Durchschnitt acht Minuten. Das ist doppelt so viel wie die gewöhnliche TV Bevölkerung.

Die Amerikaner führen mit 88% der Tablet-Besitzer und 86% der Smartphone-Besitzer, die besagen, ihr Gerät würden sie mindestens einmal innerhalb eines Monats vor der Flimmerkiste verwenden. Bei den Tablet-Nutzern sind es sogar 45% der Amerikaner, die dieses Gerät einmal täglich während des Fernsehens benutzt. 26% nutzen Tablets und 41% Smartphones sogar mehrmals täglich parallel mit dem TV.

Großbritannien steht den Amerikanern bei der Parallelnutzung fast in nichts nach. Mit der Nutzung von Tablets (80%) und Smartphones (78%) während des Fernsehens zeigen sie bei dem Einsatz von zwei Screens nur kleine Unterschiede. Zudem sehen fast ein Viertel der Briten mehrmals täglich parallel in Tablet oder Smartphone während des Fernsehens.

Leider gibt die Studie keinen Aufschluss darüber, ob es Indikatoren für die Nutzung als Erst- und Zweitgerät gibt. Welches ist denn das führende Gerät in der Nutzung in der Zukunft? Eine weitere neue Studie von ABI Research besagt, dass in den USA bereits 21% einen mit dem Web verbundenen Fernseher haben. Für 2017 geht ABI davon aus, dass mindestens 60% der Haushalte mit einer Spielekonsole oder einem Blue-ray Player einen Zugang zum Web über TV-Screens nutzen. Kann man diese Geräte als Erstgeräte für den Internetzugang bezeichnen? Fragen über Fragen….

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Ist Social Loyalty ein Weg zu neuen Treueprogrammen?

Zahlreiche Fluglinien nutzen Social Media und versuchen dieses im Sinne eines Ausbaus ihrer Kundenbindungsprogramme in Szene zu setzen. Inwieweit sich Social Media generell für den Kundendienst eignet, haben wir kürzlich erst hier und hier beleuchtet. Nach den Erfolgen von KLM, Jetblue & Co. fällt auf, das das Thema “Social Loyalty” den klassischen Loyalitätsprogrammen teilweise neuen Atem einhaucht, den Vielflieger-Programmen aber auch teilweise den Rang abzulaufen scheint.

Kürzlich bescherte uns SimpliFlying ein paar eigene Studienergebnisse, die die Zukunft von Social Loyalty im Fokus hat. Die Zahlen zeigen, wie Vielflieger soziale Media nutzen. Als Vielflieger werden nach dieser Definition Menschen beschrieben, die mindestens fünfmal pro Jahr ein Flugzeug besteigen. Ich frage mich, was ich dann bin mit rund 30-40 Flügen im Jahr, wenn ich kein Senator bin…?

Werfen wir also mal ein Blick auf die Ergebnisse, denen ich mal ein paar Kurzkommentare angefügt habe. Also nutzt sie und baut sie mit euren Kommentaren aus…

1. Fast 90% der Vielflieger nutzen Facebook dauerhaft.
Erklärung: Die Wartezeiten sind insgesamt lang, aber zwischendurch kann man schnell ein paar Status Updates verschlingen. Ist Social Media das Kurzzeit-Amusement für Kundendienst-Referenzen?

2. Über 65% der Vielflieger “liken” mindestens eine Fluglinie auf Facebook.
Erklärung: Das machen sie vermutlich zu einem sehr hohen Prozentsatz aufgrund einer unmittelbaren Hilfestellung am Flughafen. Entsprechend würde es Sinn machen, nicht nur auf die Auftritte der Airlines hinzuweisen sondern sie als Incentive- und Multiplikatorprogramme unmittelbar am Schalter einzusetzen.

3. Über 80% der Vielflieger wollen Loyalitätspunkte sammeln, wenn sie die Fluglinie Freunden empfehlen.
Erklärung: Warum sieht man hier so wenig Aktionismus auf Seiten der Airlines? Richtig, weil sie Geld machen wollen und lieber Umsatz als Punkte zu spendieren. Die Realität zeigt mir: Nur wer fliegt, kriegt (Punkte).

4. 72% der Vielflieger würden einem Social Loyalty Programm beitreten.
Erklärung: Machen sie das nur, wenn dem ein ordentlicher Mehrwert dank eines guten Zusammenwirkens von altem und neuem System entspringt? Und was müsste das Social Loyalty Programm als USP auszeichnen?

5. 26% der Vielflieger sehen guten Kundenservice als entscheidenden Faktor für die Loyalität zu einer Fluglinie.
Erklärung: Ein ausgetüffeltes Coupon-System würde vermutlich einen viel größeren Ausschlag für eine höhere Loyalitätsaffinität geben. Was meint ihr?

Wir sind auf eure Meinungen gespannt….

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Studie: Welche Medien nutzen Journalisten

Journalisten lieben Social Media. Sie nutzen es als Recherche-Tool, als Verbreitungskanal und als neue Chance, Firmen und Marken zu besprechen. Warum also nicht auch aktiv werden als Unternehmen oder Marke und sich auf den Plattformen treffen, die das Business rocken: LinkedIn, Twitter, Facebook… und Blogs?

Und wer sich die Erkenntnisse genau ansieht, weiß, warum ich die Serie “Wer bloggt, bleibt” ins Leben gerufen habe. Schnell wird klar, welche Medien Journalisten am ehesten nutzen…

Als ich eben noch auf dem Social Media World Forum in London neben einem deutschen Mitarbeiter der Firma Text100 stand, habe ich die drei meist genutzten PR Ressourcen erwähnt, die Text100 UK in einer Studie herausgefunden hat: Pressemeldungen, die Unternehmens-Webseite und das offizielle Firmen-Blog.

Und auch wenn hier nur 74 Journalisten in UK befragt wurden, will ich die Ergebnisse nicht vorenthalten. So groß werden die Unterschiede zu Deutschland vermutlich nicht sein. Natürlich würde mich interessieren, wie die deutschen Journalisten hier “performen” würden, aber dafür wird sicherlich das deutsche Office der PR-Schmiede bald eine Antwort parat haben.

Vielleicht äußern sich ja aber auch Journalisten dazu, wie man sich am besten mit ihnen via soziale Medien vernetzen kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

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Medien und die Frage nach dem Wert von Teilen und Kommentieren

Kommentare sind das Salz in der sozialen Mediensuppe der Neuzeit. Sie sind Diskussionsgrundlage für effizientes Crowdsourcing. Und sie bieten Medien die Option, Titel, Themen und Tempo von Veränderungen in Märkten als Innovationsführer und Trendsetter voranzutreiben. Zumindest ist das meine Vision von modernem Journalismus…

In der Regel lese ich abends gerne die Inhalte, für die man während der Arbeitszeit keine Zeit findet und die ich potentiell gerne kommentieren möchte. Dementsprechend wollte ich gestern die Posts von ARD Börse Online “Social Media – Investitionshilfe oder Anlegerfalle?” und das dazugehörige Interview mit Prof. Klemens Skibicki “Social Web demokratisiert die Börse!” in Ruhe am Abend lesen.

Das Thema ist spannend und bewegt so manchen Banken-Chef sowie seine Marketing und PR-Verantwortlichen, wie mir aus diversen meiner Social Media Workshops bekannt ist. Entsprechend würde eine Diskussion hier sicherlich einen progressiven Ansatz verfolgen. Denn sowohl Anleger als auch Banken sind sich unsicher, inwieweit über Social Media Börseninformationen oder Investor Relations Inhalte publiziert werden dürfen bzw. sollen.

Der Post regte mich zum Kommentieren an. Dann folgt jedoch die große Ernüchterung. Es gibt keine Kommentarfunktionen bei ARD Börse Online.

Die üblichen Frage kommen auf: Hat die ARD noch nichts vom Thema User-Generated Content gehört? Hält sie davon und von Social Media insgeheim nichts. Sieht man sich immer noch als Gatekeeper der Information? Oder sind Kommentare des Lesers als wertloser Input einzustufen?

Auch als Sharing-Optionen offeriert das Medium lediglich “Druckversion” oder “Weiterleiten”. Wie bitte…? Soll man in der heutigen Zeit eine Massenmail an alle seinen E-Mail Verteiler schicken? Erst kürzlich rümpfte jemand die Nase, als ich nach drei Jahren mal wieder eine solche Massenmail verschickt habe mit den Worten “Rückfall in alte Zeiten…?”.

Dann schon lieber auf die Distribution der Inhalte via Google+, Twitter oder Facebook setzen. Man könnte ja gleich dort seine Meinung als Einleitung formulieren und dann den Link anfügen. Aber auch das wird bei ARD Börse Online nicht angeboten. So demokratisiert wie die Börse nun ist dank der Meinung des Experten, ist der Content Syndikationsweg der ARD Börse Online noch lange nicht. Kommentare und Sharing gibt es nur im Rahmen des Journalismus 1.0.

Grundsätzlich stellte ich mir gestern die Frage, ob man überhaupt einem Medium ein Interview zum Thema Social Media oder Social Web geben soll, welches eine Kommentieren und Teilen von publizierten Inhalten nicht ermöglicht, bzw. zulässt.

Die Antwort liegt zwischen dem persönlichen Anspruch aus Relevanz (Social Media) oder Reichweite (traditionelle PR). Will man das Thema inhaltlich weitertreiben und die Diskussion anregen, oder positioniert man sich im Themengebiet als Spezialist, der weitreichende Beachtung erzielen will? Das muss jeder für sich selbst entscheiden – auch ich habe der Absatzwirtschaft ein Interview zum Thema Bloggen gegeben, was nicht online sondern als PDF erschien.

Warum also sollten sich Medien Gedanken um den Wert von Teilen und Kommentieren machen?

- Wenn ein visionärer Gedanke oder ein Trend intensive Betrachtung und Diskussion verdient, sollte das geschriebene Worte nicht wie zu Martin Luthers Zeiten im stillen Kämmerlein diskutiert, sondern die Lesermeinung PUBLIK einbezogen werden – wie man früher auch Leserbriefe akzeptierte. Sonst ist zu unterstellen, dass man als Medium die Neuzeit und seinen AUFTRAG als öffentlich-rechtliches Medium nicht ernst nimmt.

- Wenn eine Frage gestellt wird, erwartet der moderne Leser, dass sowohl Experten der Börse oder Wirtschaft, die Social Media Gemeinde als auch die Leser/User von ARD Börse Online sich dazu äußern können sollten. Sonst werden nicht alle Teile der Wertschöpfungskette TRANSPARENT dargestellt.

- Wenn ein Social Media Experte seine Meinung äußert, erwartet er als Feedback ein Stimmungsbild der qualifizierten Massen derer, die den anderen Part des Involvements in der Wertschöpfung abbilden: die Börsianer, Banker, Broker. Sonst macht das Medium sich zum Abgesandten der Börsenwirtschaft und redaktionelle INTEGRITÄT kann in Frage gestellt werden.

- Wenn ein solches wirtschaftspolitisches und individual-kritisch finanzielles Thema diskutiert wird, dann ist es schlichtweg fragwürdig, wenn eine einzelne Meinung das Mass der Meinungsbildung ist. Sonst hätte der Autor die Überschrift nicht OFFEN als Frage formulieren sollen.

- Wenn die Überschrift als Frage formuliert ist, bekundet sie Interesse nach einer Antwort – vor allem in einem Community Centric orientierten Medium wie dem Social Web. Sonst verschließt man sich vor der Entwicklung des modernen Crowdsourcing, welches TRENDSCOUTING, INNOVATIONEN und LESERBINDUNG fördert.

- Wenn uns die Zukunft von SocialTV bevorsteht, aber Medien wie ARD Börse Online den Kommentar eines Zuschauers im Web nicht als wertvoll erachten, so steht zu bezweifeln, ob SocialTV unter Konvergenz oder Mitbewerb stehen wird. Sonst würde die Beziehung zwischen dem Film und der Diskussion schon längst und viel häufiger wie bei “The Voice of Germany” (Einblendung der Tweets) hergestellt sein.

- Und… Wenn man als Experte ein Interview einem Medium ohne moderne Kommentar- und Sharingoptionen gibt, sollte man darauf idealerweise progressives Crowdsourcing betreiben: Anschieben oder Verbreiten der Inhalte mit der Bitte um Feedback und Meinungsaustausch. Sonst verpuffen die guten Gedanken des Posts kommentarlos und ohne weiterführende, neue PERSPEKTIVEN für den Leser und die Redaktion. PS: Hr. Skibicki hat seinen Part hier übrigens gut gemacht!

Die Frage, die sich stellt… Wie wichtig ist die Kommentarfunktion in der heutigen Zeit wirklich? Wollen Medien überhaupt, dass der User Inhalte generiert? Und wenn nicht, warum sollten Medien heute dennoch dem Standard sozialer Medien entsprechen?
Fragen, die auf eure Antworten warten…

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