B2B Online Monitor 2013 – Digitale Transformation noch am Anfang

Online Kanäle -wenigstens die etablierten- werden zu 85% positiv bewertet. Eine Webseite haben alle. Einen Newsletter haben zwei Drittel. Suchmaschinen-Marketing wird von mehr als der Hälfte gemacht. Landing Pages auch von einigen. Online Budgets steigen. Online ist in. Auch in der B2B Welt. Potential in den Themen Social Media, Mobile Marketing oder Online-Kommunikation liegt dennoch brach. Und mit der digitalen Transformation ist es nicht weit. Und das sagen diejenigen, die sich tagtäglich mit dem Thema Online im Marketing, Produktmanagement und der Unternehmenskommunikation beschäftigen. Das sind die vorwiegenden Erkenntnisse des B2B Online-Monitor 2013, einer Online-Befragung unter 216 Unternehmen zu den Themenfeldern Kommunikationsstrategie und mobile Kommunikation.

Doch es gibt auch die Schattenseiten in der B2B Welt, die uns selbst nicht verborgen bleiben in diversen Seminaren und auf Konferenzen, bei denen man als Sprecher eingeladen wird. Social Media is noch lange nicht integraler Baustein der Online-Kommmunikation (64%). Der Grund: Es wird nicht verstanden, und Social Business schon gar nicht gelebt. Wenn 65% kein Social-Media-Monitoring durchführen, ist das ein klarer Beweis dafür. Das funktioniert aber nur mit einer ordentlichen strategischen Zielausrichtung und -führung. Und genau daran hapert es in B2B-Unternehmen.

Beim Thema Mobile sind sich die Experten nicht so unbedingt einig. Die einen sagen, da liege die Zukunft, die anderen sind da nur teilweise oder gar nicht überzeugt von. Am meisten verwundert hierbei die Unbedachtheit, Unwissenheit und der unerfahrene Umgang beim Thema SoLoMo (siehe auch den Whitepaper-Button, rechst). Lieferte der QR Code noch kurzlich die Option der Kommunikationsverlängerung aus Print und Outdoor in Richtung Mobile und Web, so hat er seine besten Zeiten angeblich schon gehabt – nur noch 12% werden ihn zukünftig einsetzen.

Die digitale Transformation fehlt aber vor allem deshalb, weil den Unternehmen das strategische Handwerkzeug bei der ganzheitlichen Planung der Online-Kommunikationsstrategie fehlt. Ohne Mobile und Social Media geht es halt schwer und wenn das ein “Rand-Dasein” erlebt im Unternehmen, dann ist es eben nicht ordentlich implementiert in die Prozesse oder verstanden von den Mitarbeitern (oder meist dem Management). Wenn dann 35% der Befragten meinen, dass die Strategie Entscheidungsgrundlage für das Aufsetzen neuer Kommunikationsmaßnahmen ist und diesen Prozess vereinfachen kann, dafür aber fast nie Zeit ist, oder Zeit als Argument angeführt wird, warum man keine Strategie-Meetings macht, dann fragt man sich, ob das Thema verstanden wurde.

Die digitale Transformation ist auf dem Vormarsch, eben nur im Schneckentempo. Was wir immer wieder erleben sind die klassischen drei Faktoren, die bei den Themen Mobile, Social und Digitalstrategie von Management-Teams als kritisch angeführt werden – und hinten dran geben wir mal mit an: Unser Verständnis, wie es zu bewerten und umzusetzen ist!

- Kommunikation: Social Business ist Unternehmens-Kultur, Social Media eine Einstellung zum Kunden und Social Networking ist Wertschätzung.
- Menschen: Mobile ist kein Tool, sondern ein Lebensstil aus Effizienz und Echtzeitkommunikation.
- Prozesse: Silos sind Hindernisse und helfen niemandem! Kollaboration ist der Weg der Zukunft.
Und wer mehr wissen will, darf sich gerne mal mit uns unterhalten…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2013/05/B2B-Online-Monitor-2013.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

comScore Report Deutschland: Desktop ist out, Smartphone übernimmt, Tablets auf dem Vormarsch

In einem kürzlich veröffentlichten Report “2013 Future in Focus – Digitales Deutschland” zeigt comScore die digitalen Trends hierzulande auf. Der Report liefert ein paar interessante Einblicke in die deutsche Digitalwelt (u.a. hinsichtlich E-Commerce, Internetnutzung, Mobile, Online Video, Online Werbung und Social Media. Die Anzeichen für dieses Jahr generiert comScore aus den Daten von Dezember 2012.

Der Bericht macht klar, welchen Herausforderungen sich Marketers in der heutigen Zeit stellen müssen. Die heutige Multi-Plattform-Umgebung wandert von Computer-Nutzung in Richtung Smartphones, Tablets, Gaming-Plattformen sowie ConnectedTV. Eine Fragmentierung von Medien, der die Marketingverantwortlichen schnellstens begegnen sollten. Denn: Inzwischen greifen 8,4 Millionen Menschen fast jeden Tag mit ihrem Handy auf soziale Medien oder Blogs zu – ein Plus von 68% zu 2011. Einer von fünf iPhone Nutzern hat zum Weihnachtsgeschäft mit seinem Smartphone eingekauft.

Hier ein schneller Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht Deutschland den Zeitraum Dezember 2012 betreffend:

- 96% des deutschen Such-Marktes wird inzwischen von Google eingenommen.
- 51% der genutzen Mobiltelefone waren Smartphones.
- 29% der Internetnutzer investieren im Dezember 2012 mehr Zeit auf Einzelhandels-Webseiten als 2012.
- 10% des Internet-Traffics kommt inzwischen schon nicht mehr vom Desktop.
- XING nimmt bei deutschen Internetnutzern doppelt so viel Zeit ein wie LinkedIn
- Um 211% ist Mobile Video gestiegen: 10 Millionen Mobile Video-Viewer im Dezember 2012.
- Frauen stehen auf Spil Games und H&M: 27,9 Mio. weibliche Nutzer verzeichnet das Jahr 2012 (Plus von 7%)

Aber auch Tablets stehen zukunftsreiche Tage bevor, wie die nachfolgende Grafik des Berichts zeigt.

“Verbraucher können frei entscheiden, wann und wie sie Inhalte konsumieren möchten. Ereignisse in 2012, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele in London, haben uns gezeigt, dass Konsumenten ein nahtloses digitales Nutzungserlebnis wünschen, so dass Informationen wie Nachrichten, Emails, Filme, und Social immer und überall genutzt werden können. Den digitalen Konsumenten und seine Präferenzen z.B. bezüglich von Endgeräten und Plattformen zu verstehen und darauf zu reagieren, sollte in 2013 zur Priorität in deutschen Unternehmen gemacht werden.” Robert Tierhold, Vice President D/A/CH, comScore

Spot On!
Der deutsche Internetnutzer zeigt sich dennoch im europäischen Vergleich sehr aktiv und liegt hinter Russland auf Platz 2, welches im letzten Jahr ein Zuwachs in Unique Visitors von 15% aufwies. Bei der Handynutzung ist Deutschland in Europa sogar führend mit 61 Mio. Besitzern eines kleinen mobilen Telefons, was ja oft schon nicht mehr als Telefon genutzt wird. Mit 762 Milliarden Display Ad Impressionen wurde in Deutschland im Jahr 2012 immernoch erstaunlich viel Bannerwerbung ausgeliefert.

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2013/03/comScore-Digitale-Trends-2013-Deutschland-300x224.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Social Media Transparenz (Infografik)

Ob es nun eine Neuerung ist oder nicht, sein Unternehmen transparenter zu machen, wollen wir hier gar nicht diskutieren. Dennoch stellt sich die Frage, ob und inwieweit Unternehmen sich der webdynamischen Transparenz überhaupt noch entziehen können. Gleichzeitig müssen sich Unternehmen auch die Frage stellen, wie weit ihre Transparenz eigentlich reichen soll.

In vielen Fällen sehen wir Unternehmen, die einer Demokratisierung der Unternehmenskommunikation und der damit einhergehenden Transparenz von Kommunikationsengagement mit Kunden und Partnern offen gegenüber stehen. “Soziale” Software und Netzwerke haben hierfür den Grundstein gelegt. Das Verständnis für offene Kommunikation und der einfache Zugang zu relevanten Inhalten sowie das Teilnehmen am Webdialog wird insofern erwartet, als den Business-Entscheidern somit die Aufgabe abgenommen wird, ihre Mitarbeiter selbst zu informieren.

Aber auch der Informationsbedarf der Kundschaft soll durch zusätzliche Kommunikationshubs abgedeckt werden. Letztendlich in der Hoffnung, dass Vertrauen wieder in das Unternehmen, die Marke oder das Angebot zurückfließt. Denn Vertrauen ist die Wiege der Kundenbeziehung, die wiederum das Unternehmen füttern und wachsen lassen. Je transparenter ein Unternehmen arbeiten kann, umso höher die Chance auf Bindung der Zielgruppe an Marken und desto das Vertrauenswachstum.

In seiner Infografik zeigt Mark Smiciklas auf, wie Transparenz in Unternehmen mit Social Media gelebt werden kann. Wie geht man mit der Technologie um, wie mit Kommunikation? Und wie transparent stellt man seine Identität dar?

Seht Ihr das genauso…?

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2013/01/Social-Media-Transparenz.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Was war, was kommt und was bleibt. Ein kleiner persönlicher Rückblick.

Das Jahr 2012 hatte es in sich. Viele neue Themen standen auf meiner Agenda. Das Digital Business entwickelt sich ständig weiter – schneller als manchem lieb ist. Die rasante Geschwindigkeit ist für viele Unternehmen kaum zu bewältigen. Altbekannte Business Modelle stehen vor dem Aus, neue Business Modelle entwickeln sich rasant und rollen den Markt auf. Aber was bleibt von allem? Es lohnt sich einmal in Ruhe zurückzublicken und eine Bestandsaufnahme zu machen. Welche Themen haben mich persönlich bewegt, welche Themen werden zum Beispiel auch in der Unternehmenskommunikation stärker an Bedeutung gewinnen und was wird von all dem bleiben?

Das Jahr 2012 war gekennzeichnet von einer großen Aufbruchsstimmung in die Welt des Social Media Marketings. Aber auch das Second Screen Advertising, Mobile Marketing, Content Marketing, Digital Publishing und Big Data waren Themen, mit denen ich mich in diesem Jahr intensiv beschäftigen konnte. Spannende Themen, von denen ich einzelne in einer kurzen Zusammenfassung nochmals beleuchten möchte.

Social Media Marketing

Laut der aktuellen Studie „Social Media Marketing in Unternehmen 2012“ des Deutschen Institut für Marketing, an der 900 Personen unterschiedlicher Unternehmen teilnahmen, nutzen mittlerweile knapp 70 Prozent Social Media Marketing.  Das ist im Vergleich zum Vorjahr (66,3 Prozent) zwar nur ein geringer Zuwachs, allerdings planen mehr als ein Drittel der Befragten, die gegenwärtig Social Media Marketing nicht nutzen, den Einsatz für die Zukunft. Heute werden bereits ca. 18,7 Prozent des Marketingbudgets für Social Media Marketing festgelegt.

Interessant ist jedoch, dass nur die Hälfte der befragten Unternehmen ein Social Media Monitoring durchführt. Damit wären wir bei einem Punkt, der definitiv im Jahr 2013 stärker Beachtung finden wird. Social Media Monitoring muss in den Aufgabenkatalog der Unternehmen, denn nur so kann festgestellt werden, ob die Aktivitäten beim Menschen ankommen und das eingesetzte Budget sinnvoll eingesetzt wurden. Zudem bietet das Social Media Monitoring die Möglichkeit, Opinion Leader oder Markenadvokaten zu identifizieren. Markenadvokaten werden für Unternehmen und Brands immer wichtiger, denn sie werden zukünftig eine noch wichtigere Vermittlerfunktion im Netz übernehmen.  Eine Einordnung in unterschiedliche Brandvangelist-Typen wird kommen und einhergehend mit dieser Einordnung die individuelle Ansprache dieser Typen. Einen interessanten Artikel hat hierzu Martin im November veröffentlicht.

Content Marketing

Um sich in der digitalen Welt einen Platz zu erobern, braucht es neben der guten Platzierung in den Suchmaschinen, auch Content, der die User auf der Seite hält, Informationen und Unterhaltung liefert. Um an diesen Content heranzukommen, setzen bereits die ersten Unternehmen in Deutschland auf Content Marketing. Ein Trend, der in 2012 sich ankündigte, aber erst in 2013 stärkere Beachtung in den deutschen Marketingabteilungen finden wird. In USA investieren zum Beispiel B2B-Unternehmen bereits mehr als 33 Prozent ihres Marketingbudgets in Content Marketing.

Content Marketing ist ein Bereich, der in der Unternehmenskommunikation in jedem Fall auf die Agenda 2013 gehört. Ein journalistischer Ansatz, die Liebe zum Schreiben, ein objektiver Blick auf Themen und Kommunikationsbereitschaft sind für erfolgreiches Content Marketing wichtig. Aber genauso wichtig ist es, diesen Content marketingrelevant zu präsentieren und mit Social Media, Mobile Marketing und dem Online Marketing zu fusionieren. Einen ausführlichen Artikel zum Content Marketing habe ich im Juni 2012 veröffentlicht. Weitere werden sicherlich folgen. Erwähnenswert an dieser Stelle ist in jedem Fall nochmals das Engagement von Coca Cola, ein tolles Beispiel, das sicherlich Nachahmer finden wird.

Bewegtbild / Branded Entertainment

Viel beachtet war in 2012 auch der Hype um Bewegtbild. Verleger nutzen die Kraft von Bewegtbild, um Berichte lebendiger zu gestalten. Der Einsatz von lizenziertem und aggregiertem professionellen Bewegtbildinhalten ist ein Trend, der in den letzten Jahren immer mehr Beachtung fand. Und dieser Trend setzt sich weiter fort und wird sich im Jahr 2013 etablieren. Zudem sollte die Frage erlaubt sein, ob Bewegtbild zukünftig das geschriebene Wort im Internet ablösen wird, wie zum Beispiel die Kampagne von Air New Zealand zum Filmstart von Der Hobbit zeigt: Air New Zealand / The Hobbit

Ich bin mir sicher, dass ‚Branded Entertainment Content’, also unterhaltende Videos, die in der Produkt- oder Unternehmenskommunikation zum Einsatz kommen und über verschiedene Netzwerke wie YouTube, Facebook distribuiert werden, in 2013 erst so richtig an Fahrt gewinnen. Und mit der Verbreitung von Smartphones und Tablets wird Branded Entertainment sicherlich auf allen digitalen Kanälen eine große Rolle spielen.

Mobile Marketing

Und somit kommen wir zum Mobile Marketing. Diesem gelang in diesem Jahr der Durchbruch, auch wenn die Werbeumsätze immer noch hinter den Erwartungen der Agenturen liegen. Aber Mobile Marketing wird weiter wachsen und das Jahr 2013 dürfte nun tatsächlich das ‚Jahr des Mobile Marketings’ werden. Denn mit der rasanten Verbreitung von Tablets und Smartphones wird das mobile Marketing immer wichtiger. Auch in der Unternehmenskommunikation wird dieser Kanal an Bedeutung gewinnen. HTML5 und mobile Websites müssen 2013 auf der Agenda stehen. Und es braucht neue kreative Konzepte, wie der User mobil erreicht werden kann. Auch hierzu gibt es einen ausführlichen Artikel von mir, der über Herausforderungen in den Agenturen berichtet.

Parallelnutzung / Second Screen

Die Zahlen zur Parallelnutzung bestätigen den Trend hin zum Second Screen. Tablets und Smartphones werden während der TV-Nutzung zum Chatten, Surfen, Netzwerken genutzt und die Werbung macht sich diesen Trend zu Nutze. Die Erkennung der Zuschauer über Audio Content oder Visual Content Recognition sowie Fingerprinting wird sicherlich im Jahr 2013 kommen, die Technologie ist vorhanden. Es gibt bereits vielversprechende Aktivitäten von Unternehmen wie zum Beispiel das von Puma. Puma hat im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in London eine ausgesprochen schöne crossmediale Kampagne gelauncht. Besonders gut gefallen hat mir auch die Einbindung des Offline Marketings. Und damit wären wir bei einem Punkt, der sicherlich wieder stärker in das Bewusstsein der Marketiers rücken sollte.

Offline Marketing

Bei aller Liebe zum Online Marketing, ich glaube und ich bin mir sicher, dass das Offline Marketing in den nächsten Jahren wieder stärker an Bedeutung gewinnen wird. Auch wenn wir uns Online in Sozialen Netzwerken austauschen und Freundschaften pflegen, Kampagnen online und mobil erleben, der Wunsch der Menschen nach „Live-Erlebnissen“ wird bleiben. Vielleicht sollten wir uns alle am Ende des Jahres einmal in Erinnerung rufen, welche Ereignisse tatsächlich wichtig waren, welche Ereignisse uns etwas gegeben haben. Fanden sie online oder offline statt? Ich würde mich hierzu sehr über Eure Kommentare freuen.

Ich wünsch Euch allen ein ‘Happy New Digital Year 2013′!

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/12/Mini250.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Cyfler – B2B Netzwerk mit Zukunft?

Bisher gab es nicht viele Möglichkeiten, sein Business einer größeren B2B Zielgruppe vorzustellen. Natürlich gibt es XING und LinkedIn. Doch selbst da waren bisher die Möglichkeiten, sich zu präsentieren begrenzt auf einheitliches Auftreten der Mitarbeiter und das ordentliche Formenprofil, dem viele Unternehmen in meinen Augen viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Oder man versuchte, sich in oder mit eigenen Gruppen als Meinungs- oder Wissensführer zu positionieren. Doch auch das kostet persönliches Engagement, Organisation, Zeit und Arbeitskraft. Oft durften wir hier in Unternehmen behilflich sein in den letzten Monaten, um in die B2B Social Media Strategie Ordnung reinzubringen.

Nun macht sich ein neues Netzwerk auf, die Businesswelt zu erobern: Cyfler. Eine kurzer Einblick…

Die Frage, die sich alle Unternehmer und Marketers stellen ist, wie fällt man in der B2B Welt für andere Firmen auf und kann sich gleichzeitig um das eigene Business ohne großes Zeitinvest kümmern? Man stelle sich vor, es gäbe ein B2B Freundes-Netzwerk wie Facebook, eine effiziente Businesssuche wie Google, oder ein Wikipedia für Firmen. Und das Ganze dann noch so aufgebaut, wie ein grafik-basiertes Businessverzeichnis (so ungefähr wie die Gelben Seiten) à la Instagram oder Pinterest. Genau so etwas gibt Cyfer an, zu sein (oder werden zu wollen). Die B2B-Platform, auf der sich Unternehmen finden und sich basierend auf geschriebenen Posts oder publizierten Bilder und somit entsprechenden Bedürfnissen verbinden.

Wie Cyfler vom Prinzip her ablaufen soll, klingt ganz einfach, dürfte dann aber in der Umsetzung uns bekannte Probleme aufzeigen. Grundsätzlich läuft die Geschäftsanbahnung ab, wie in normalen Netzwerken auch. Man stelle sich vor, man bekommt eine Freundes-Empfehlung basierend auf der Universität auf der man war. Oder man geht in denselben Sportverein, den man ständig besucht. Ebenso wird Cypher in der Businesswelt mit seinem Algorythmus agieren. Das Netzwerk identifiziert was entsprechende Nutzwerte in Bedarf und Angebot sind und stellt Verbindungsempfehlungen her.

Die Plattform arbeitet mit einem Crawler-Mechanismus, der passende Verbindungen herstellt, indem es die eigenen Produkte und Dienstleistungen scannt und gleichzeitig passende Resourcen über das Angebot informiert. Ein Triangle Closing, was uns aus LinkedIn vertraut ist, wenn man Personen angeboten bekommt, die passen könnten. Oder Bücher empfohlen bekommt, weil der Warenkorb oder das Einkaufsverhalten der Freunde diese suggeriert.

Der Trick bei Cyfler ist, dass man relevante Bilder aus dem Web oder Videos aus YouTube oder Vimeo nutzt, um die Auffindbarkeit via Cyfler zu erhöhen und so mehr Aufmerksamkeit auf mehreren Plattformen erzielt. Sprich: das System übernimmt pro-aktiv das, wo beim Manager und Business-Entscheider oft die Zeit fehlt. So zumindest die Theorie. Ob die Praxis es hält, wird sich zeigen, aber der Ansatz erscheint vielversprechend…

Cyfler – Rediscover Opportunities from Cyfler on Vimeo.

Spot On
Die Plattform ist interessant und man braucht dann doch eine knappe Stunde, um sein Profil aufzusetzen. Ob man allerdings anhand von Bildern, auf ein Business aufmerksam wird, sich Geschäfte anbahnen, mag in der Welt der Architektur, Werbung oder Konsumgüter funktionieren. Ob es aber bei Beratungen und Dienstleistungen klappt, mag die Zeit uns zeigen. Es fällt auf, dass noch wenige Unternehmen sich finden lassen. Die klassischen Social Networks lassen sich integrieren. Wer in Google Plus oder Instagram aktiv ist, kann sein Profil aber leider nicht verknüpfen lassen. Aber das kommt sicher noch. Bilder und Videos aus Netzwerken wie YouTube oder Flickr lassen sich hingegen einfach integrieren – aber nur jeweils 3 Stück. Dann braucht man den Premium-Account…

Was meint Ihr? Hat ein solcher B2B Netzwerk Ansatz grundsätzlich Aussichten auf Zukunft?

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/11/Cyfler-B2B-Social-Network-1024x504.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Der feine Unterschied zwischen Social Media und Social Business

Credits: © Yuri Arcurs – Fotolia.com

Für Business Entscheider ist es wichtig, den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zu verstehen. Das gilt aber nicht nur für die Marketing- oder Presseabteilung. Wer sich diesem Unterschied nicht widmet und sein Unternehmen darauf umstellt, wird sich schwer tun im heutigen Mitbewerbsumfeld zu bestehen.

Die Frage ist also, was sich hinter dem Terminus “Social Business” grundsätzlich verbirgt. In einigen Konferenzen und Keynotes habe ich mich in den letzten Wochen zum Thema Social Business geäußert und den Unterschied zu Social Media herausgestellt. Das will ich mal schnell zusammenfassen. Denn Gründe, warum sich Unternehmen noch dagegen wehren, sind zahlreich vorhanden.

Social Business ist ein Kulturwandel und geht grundsätzlich mit einem nicht unbedeutenden, aber oft gar nicht so aufwendigem Change Management Prozess einher. Alleine beim Wort “Change Management” dreht sich bei so manchem Business-Entscheider allerdings der Magen um. Chancen werden da eher in Frage gestellt. Und das obwohl Firmen wie IBM, SAP, Cisco, Bayer, Kuka Roboter oder BASF bereits von den Erfolgen auf so mancher Veranstaltung berichtet haben.

Social Business wird oft als Marketing- und PR-Aufgabe verstanden, sprich als Externe Kommunikation. Doch der wahre ROI liegt in der internen Kommunikation und dem Commitment der Mitarbeiter, die Herausforderung der Business-Expansion durch gemeinsame Kommunikation anzunehmen bzw. sich mit dem Unternehmen oder der Marke zu zu identifizieren.

Abteilungen wie Kunden Service und Personalabteilungen beschäftigen sich zwar mit Social Media, aber in der Regel deren Möglichkeiten der Einschränkungen der Mitarbeiter im interaktiven Engagement während der Arbeitszeit im Sinne der Produktivität (Fehlinterpretation!) und Automatisierung. Dass Social Business wie ein kontinuierliches integratives Trainigs- und Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter sein kann, wird meistens verkannt.

Social Business könnte aber auch als Chance gesehen werden, dass Mitarbeiter interne Businessprozesse, Marktwissen und Managementziele besser verstehen. Das erfordert aber eine interne Kommunikation, die nicht auf einer 1:1 Kommunikation basiert. Da müssen Business-Entscheider erst verstehen, dass die Email kein Allheilmittel ist, sondern Stream-Kommunikation und Community Austausch schneller und wesentlich effizienter sind.

Social Business sucht nach den Chancen der Business-Generierung durch Kollaboration, die sowohl intern wie extern laufen kann. Social Business ist wie eine Brücke, die zahlreiche Unternehmen wie Gatekeeper bewachen, um schön zwischen Hierarchien, zwischen Abteilungen, dem Partner- und Resellerverhältnis oder der Beziehung zum Kunden zu differenzieren. Diese Wächter braucht niemand mehr und Unternehmensführer sind gut beraten, sich ihrer zu entledigen.

Social Business liefert kritischen Input für Business-Entscheidungen und Business-Generierung. Beides lässt sich dank Social Media Messinstrumenten in schnellere Management-Entscheidungen drehen. Denn, wenn nicht eine Entscheidung die Last der Verantwortung trägt, sondern zahlreiche Schultern, die alle an der Wertschöpfungskette beteiligt sind, dann reden wir nicht mehr von Social Media.

In einem Interview hat Ed Brill, den wir mit The Strategy Web vor ein paar Wochen interviewt haben, auch nochmal kurz und knapp den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zusammengefasst: Social Business ist das Einbinden der Mitarbeiter in einen sozial offenen Prozess. Also einen Prozess, der Mitarbeiter, Partner, Kunden und den Markt als interaktive Gemeinschaft zusammenführt. Entsprechend haben wir vor einiger Zeit das “Community Centric Strategy” Modell entworfen. Es geht darum, die richtigen Menschen des Marktes, interne wie externe, in einem Kommunikationsprozess zusammenzubringen, um Probleme zu lösen, innovativ zu sein, Antworten zu geben, mit der gemeinsamen Absicht, den Markt besser zu verstehen.

Eigentlich gar nicht so schwer, oder…?

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/11/Consulting_©-Yuri-Arcurs-Fotolia.com_Fotolia_5168956_XS-150x150.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Der Live Test – LinkedIn iPad App


Der LinkedIn iPad Test Tag war eine wahrlich neue Erfahrung. Er war anregend, spannend und gelungen organisiert von LinkedIn. Unvoreingenommen und jungfräulich habe ich mich der Herausforderung gestellt, die iPad App zu testen. Und ich kann euch sagen, es war ein Erlebnis – für mich als auch für meine Mittester Anna Brüning und Jan Kirchner.

Die Herausforderung des Tages lag auf dem Thema “Live” für mich. Live heißt, dass man ein iPad aufsetzt, die App installiert, sich mit ihr vertraut macht, und dann die App auf Herz und Nieren prüft. Man macht vorher keinen Vorab-Test. Man versucht einfach auch mal, der Agenda des Tages keine Aufmerksamkeit zu schenken. Man legt sich vorher keine Tweets, Status Updates oder ähnliches zurecht, die dann über die eigenen Netzwerke rauschen sollen. Live. Das war für mich die wahre Herausforderung.

Die App ist schnell aufgesetzt. Unter Berücksichtigung der 5 strategischen Gründe für eine App versuche ich die App mal zu bewerten. Service-orientiert ist sie, aufgeräumt und reduziert auf das Wesentliche. Drei Kacheln erwarten den Nutzer: All Updates, You und Inbox – auf deutsch: Nachrichten (personalisiert aus dem Netzwerk generiert), der Nutzer sowie die Mailbox mit Kontaktaufnahmen oder Direktnachrichten. Was mir hier fehlte, waren die Gruppen, die ich nur nach langem Suchen über die winzige kleine Navigation ganz oben finde. Eine eigene Kachel hätten die Gruppen schon aus LinkedIn-Eigeninteresse verdient. Dort wird diskutiert, Kundeneinsichten generiert und die Qualität des Netzwerkes geliefert.

Bei der Vorstellung von LinkedIn durch das Management-Team, frage ich mich, warum wiedermal “You”, sprich der eigene Nutzer, eine eigene Kachel bekommt – und nicht ein “Your Network” angeboten wird. Darum geht es doch eigentlich bei LinkedIn, oder? Meine Netzwerk-Kontakte finde ich erst nach einigem Suchen unterhalb der gut gemachten, an “Flipboard” oder eine Twitter-Wall anmutende Darstellung der letzten Kommunikation aus meinem Netzwerk. Schade ist hier, dass es keine Filtersuche gibt, die das Netzwerk schneller durchforsten lässt. Wissen wir doch wie Google unser Hirn verändert und wie schwierig die Zuordnung eines Kontaktes zwischen Firma, Industrie, Ort oder Name (alphabetische Option) ist.

Bei diversen Testphasen am morgen erkennen wir, wie schnell das Foto die eigene Persönlichkeit definiert. Die Vortragenden aus dem Rahmenprogramm hatten sich alle mit uns verknüpft. So wurde dann aus einer Raum- und Erfolgsexpertin mal schnell “Die Blonde mit Lippenstift”. Die Qualifikation rückte da schnell in den Hintergrund, was sie uns dann auch selbst bestätigt in ihrem Vortrag. 95% unseres Kaufverhaltens werden nämlich von Emotionen, Sinneswahrnehmungen und non-verbaler Kommunikation (Bilder, Videos, Gestik, etc.) gesteuert. Ob die 5% Inhalt da noch ins Gewicht fallen?

Ja, sie tun es. LinkedIn weiß das. Nicht umsonst bietet das Unternehmen für die LinkedIn Rekruiter Lösung Trainings an, wie man kommunikativ richtig mit dem Netzwerk umgeht. Aber auch eine Coaching-Expertin machte uns das klar. Die imposante Erscheinung hat uns vier Verhandlungstypen vorgestellt und in 45 Minuten auf wahrlich”provokativ-konstuktive” Weise gezeigt, wie man diese mit den richtigen Worten in Preisverhandlungen “Schachmatt” setzt.

Grundsätzlich wurde mir erstmalig mit dem Test der Unterschied zwischen LinkedIn und XING klar. XING ist ein offenes Netzwerk gemäß ihres ehemaligen Titel “OpenBC”. LinkedIn hingegen basiert eher auf einem Beziehungsansatz. Nur wer vorher mit einer Person schonmal in ein “beziehungsähnliches Verhältnis” getreten ist, kann sich mit dieser Person auch vernetzen. Somit wird der qualitative Unterschied klar. LinkedIn will Spam und ungebetene Gäste im Netzwerk vermeiden, was ich inzwischen bei XING nicht wirklich bestätigen kann.

Der Spaß kam am LinkedIn Tag definitiv nicht zu kurz. Die Entscheidung des Running Gag, was nun das trendigere Getränk sei Club Mate (Meinung: Hamburg) oder Wild Fire (Meinung: München) muß wohl in einer zweiten Runde ausgetragen werden. Auch Sprüche wurden ordentlich geklopft. So meinte Jan spontan bei seiner Vorstellung: “Es wär so schön, wenn die Kunden nicht wären!” So, so…, ja irgendwie hat er manchmal recht und wer das verneint, der muss sich mal an die Nase fassen, ob sie schon wächst. Und auch die Definition “Workshop” war mir neu: “Ihr worked, ich geh danach schön shoppen!” Herrlich.

Fazit
Der Tag war vollgepackt mit wertvollen Live-Erlebnissen. Allen Gesprächen immer “Live” zu folgen und das Produkt zu testen, zu twittern und Fragen auf Facebook zu beantworten, ist wahrlich eine Herausforderung. Ein Dank an Gudrun Hermann, PR-Chefin von LinkedIn Dach, die einen tollen Tag organisiert hat. Ein “Chapeau” an meine Mittester, die sich mir als kompetente und witzige Nordlichter präsentiert haben. Ein Lob an die iPad App, die sich gut verkauft hat, aber noch ein wenig Nachsitzen muß…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/07/linkedin_ipadtest_tag1.jpg?w=300Digg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Review: BVDW Leitfaden “B2B Social Media”

Der Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) hat einen Leitfaden mit dem Titel “B2B Social Media” herausgegeben. Normalerweise rezensiere ich keine Leitfäden. In der Regel beschreiben sie “Handlungsvorschriften mit bindendem Charakter”, die Standards und den Stand der Wissenschaft entsprechend dogmatisch verpacken, mit fragwürdigem Inhalt als hochwertige Wissensbomben verkaufen und gewinnbringend im Marketing zur Lead Generierung verballern.

Entsprechend war ich auf den Leitfaden des BVDW “B2B Social Media” sehr gespannt. Wenn man über eineinhalb Jahrzehnte in der B2B Community Szene -und dort fast genauso lange online- unterwegs ist, fragt man sich, wie wohl der BVDW mit dem Thema Leitfaden umgeht.

Der Leitfaden “B2B Social Media” ist sicherlich ein gut gemeinter Handlungsvorschlag und die Macher haben sich alle Mühe gegeben, viel Wissen zusammenzutragen. Von Strategieentwicklung, Prozessen bis zu Analyse und Erfolgsmessung wird da so einiges beschrieben und als Vorschlag dem B2B Kunden an die Hand gegeben.

Dennoch erscheint das Paper von zwei Dingen geprägt: Einer sehr agentur-dominanten Vorgehensweise und einer wenig facettenreichen Fallbeispiel-Darstellung. Die Beispiele beschränken sich vorwiegend auf Bosch, Telekom und das in den letzten Jahren etwas überstrapazierte Beispiel der Krones AG.

Anfangs erwähnt der Leitfaden noch richtigerweise “viele B2B-Unternehmen bieten (…) überhaupt keine Produkte an. Hier ist oft die Rede von Lösungen…”. So verwundert es, dass gleich als erstes Fallbeispiel die Bosch Profi-Elektrowerkzeuge Community vorgestellt werden. Kann man Profi-Bohrer & Co. als Lösungen bezeichnen, oder sind das wahrlich handfeste Produkte, fragt sich der geneigte Leser. Im weitesten Sinne sind es vielleicht Lösungen, aber man hätte sicherlich bessere finden können, mit denen sich mehr B2B’ler assoziieren können. Auch das B2C Beispiel “Telekom Hilft” wird irgendwie deplatziert in dem Paper.

Ebenso wundert die Bezeichnung “Kanäle”, die da die Corporate Website und Social Media Profile unter ihre Fittiche nehmen. Informationstheoretisch sind das zwei unterschiedliche Welten. Der eine Kommunikationsansatz generiert aktiv Kunden und ist eingefärbt von einer einseitigen Meinung und Absicht. Der andere hingegen dient dem Kunden als Kommunikationsplattform – mal im Sinne des Kundendienstes, mal als Medium im Sinne der Kundenkommunikation und mal als Employer-Lounge.

Was der Leitfaden einfach fachlich falsch beschreibt, sind Aussagen wie der Unterschied zwischen B2B und B2C. “Es existiert kein direkter Vertrieb zu Endkunden”, wird da zitiert. Es gibt sehr wohl Direktvertrieb im B2B, was man am Beispiel Dell, IBM oder auch der Beratungs-, Immobilien- und Pharmabranche nachvollziehen kann, die zahlreich mit Endkunden im B2B-Umfeld direkt arbeiten. Selbst das angeführte Beispiel der Telekom hat sehr wohl mit Direktkunden zu tun, wenn sie die “richtige” Unternehmensgröße haben.

Wenn dann im “Mittelpunkt aller Aktivitäten die Stärkung der Sichtbarkeit des Unternehmens durch das Engagement” steht, erscheint das dreifach fragwürdig. Klingt es doch a) wie die guten alten PR- und Marketing Aktivitäten der Unternehmen: Ansprechen, Vollsprechen und Hoffen der Kunden widerspricht nach dem Kauf nicht. b) Geht es bei “Sichtbarkeit des Unternehmens” jetzt um Social Media, Marketing, PR oder Werbung? c) Und letztendlich: Wie sieht ein solches Engagement aus? Das will der B2B’ler doch wissen, oder nicht…?

Ob Unternehmen zum “Problemlöser” werden, indem sie hochwertigen Content platzieren, ist ebenfalls eine gewagter Strategieansatz, der mehr taktischem Vorgehen denn einer durchdachten Strategie entspringt. Denn wer denkt, nutzt das Zuhören zur Konversationsaufnahme. Aber nicht im Sinne des Community Building, mehr im Sinne des Community Threading. Das ist die Chance des “sozialen Handschlages”. Da spricht jemand über ein Thema, welches auch uns beschäftigt, also reiche ich die Hand und biete meine Meinung und Dienste an.

Dazu braucht man aber in B2B Social Media erstmal keine eigene Plattform. Es gibt ja schon zahlreiche auf den einschlägigen Social Networking Plattformen. Und mit dem Ansatz sollten sich B2B-Unternehmen vorrangig beschäftigen. Brauchen wir eine eigene Social Media Plattform, und wenn ja welche macht Sinn? Haben wir die Kultur und die Resourcen dafür? Und welches Back-Up und Budget können wir dieser bieten? Und wie sehen wir das Thema Collaboration, Offenheit und Transparenz intern bevor wir extern damit hausieren gehen?

Das wäre eine schöner Schluss eines Leitfadens “B2B Social Media” gewesen. Aber was hätte ich dann geschrieben…?

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/07/leitfaden-bvdw-b2b-social-media1-150x150.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Deutsche packen über 30 Minuten am Tag in ihren Karriereaufbau

Wir Deutschen wieder. Fleißig, strebsam und… unterwürfig!? So zeigt er sich der deutsche Arbeitnehmer nach einer aktuellen Studie von LinkedIn in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori, bei der von mehr als 3200 Befragten 400 aus Deutschland kamen.

Wieder einmal präsentieren wir landes-typische Tugenden, die wir Deutschen nicht verleugnen können. Fleiß und Disziplin sprechen aus den Ergebnissen, die uns LinkedIn mit einer Infografik vor Augen führt.

Wer im Berufsleben erfolgreich sein will, muss Zeit investieren. Das ist verständlich. Aber muss man sich gleich über 30 Minuten bis zu einer Stunde am Tag fortbilden und in Netzwerken tummeln? Liegen die über zwei Drittel (69%) der deutschen Fach- und Führungskräfte da richtig? Oder ist das eher ein Wunschdenken? Oder übertriebener Aktionismus und Ehrgeiz?

Man fragt sich, wie ein HR-Department das bewertet, wenn die Mitarbeiter diesen Karriereaufwand während der Arbeitszeit umsetzen? Auch ob das Zubereiten von Kaffee für den Chef ebenso wichtig ist, wie den Lebenslauf aktuell zu halten? Und was macht man davon wohl öfter? Und zählt man das zur Verteilzeit?

Zwei weitere Erkenntnisse, haben mich zum Nachdenken angeregt…

Während in anderen europäischen Ländern vorwiegend der berufliche Verdienst im Vordergrund steht, sieht der Deutsche die Karriere als eine Erweiterung der persönlichen Interessen und Vorlieben. Sie und Er wollen sich selbst verwirklichen, so die Studie.

Spannend wären hier Beweggründe gewesen… Arbeitet der Deutsche zuviel und hat somit keine Zeit für sich? Identifiziert sich der Deutsche stärker als der Europäer mit dem Beruf? Ist das der Grund, warum in Unternehmen Motivations-Spielchen wie Incentive-Programme und Award-Verleihungen noch wenig Beachtung finden?

Laut Studie profitieren nach Ansicht der Befragten vor allem Angestellte in Marketing und PR (29%), Politik (26%) sowie Bänker und Börsianer (17%) von einem guten Netzwerk. Warum werden das C-Level und die Verkäufer hier eigentlich nie ganz vorne erwähnt? In meinen Augen verkauft, wer ein großes Netzwerk hat und dies einzusetzen weiß. Und da sollten Verkäufer und das C-Level im Social Business ganz vorne stehen.

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/07/linkedin_infografik1.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Social Media und Kundendienst: Schnelle Antwort ist gefragt – Welche Marken gute Arbeit leisten…

Die meisten Marken wissen, dass sie eine Social Media Präsenz haben sollten. Dass viele Unternehmen diese modernen Kommunikationsplattformen nicht als Feedback Ebenen werten wie z.B. Email und Telefon ist dennoch angesichts dieser Erkenntnis unfassbar – vor allem, wenn die Plattformen als Kundendienst Angebot eingesetzt werden. Social Media als Kundendienst ist wohl noch ein wenig komplex.

Eine aktuelle Studie von Conversocial, die das Thema Social Media Kundendienst für Firmen wie Groupon oder Net-A-Porter handelt, zeigt nun, dass mehr als die Hälfte der Konsumenten (55%) von der Kommunikation der großen Marken in Social Media enttäuscht sind. Und das obwohl jeder weiß, dass eine schlechte digitale Erfahrung sofort auf sozialen Plattformen wie Twitter, Facebook und Co. geteilt wird. Es scheint, als ob Firmen gerne Scherbenhaufen aufräumen wie kürzlich erst McDonalds.

Die Studie besagt auch, dass 88% der Konsumenten, die kein Feedback auf eine Beschwerde erhalten haben, vermutlich nicht mehr von dieser Marke kaufen werden. Es wird aber auch aufgezeigt, welche Marken und Branchen es gut machen und wer es schlecht macht. Grundsätzlich zeigt sich, dass die Telekommunicationsbranche, Supermärkte und Privatbanken beim Feedback schwächeln, wohingegen Restaurants und Kaufhäuser ordentlich performen.

Als Feedback-Zeit bleibt Kunden übrigens nicht lange. Die meisten Kunden (58,9%) erwarten eine Antwort innerhalb von maximal 10 Stunden.

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/06/conversocial-social-media-kundendienst1.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing