Mehr als die Hälfte der Teenager teilen persönliche Informationen mit Fremden

Sicherlich haben manche Eltern Bedenken, wie sich ihre Kinder auf Facebook in der Öffentlichkeit darstellen. Aber Anregungen oder Lösungsvorschläge, wie sich ihre Kinder auf dem größten Social Network verhalten sollen, fallen den meisten Eltern nicht ein. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Dynamiken und das Wissen ist einfach nicht als Erfahrungswert vorhanden. Doch diverse Nachrichten über Computer-Kriminalität und Cyber-Mobbing lassen die Ängste der Eltern nicht kleiner werden.

Eine aktuelle Infografik von Mobistealth verdeutlicht den Unterschied in der Vorgehensweise von Arbeitgebern zu Arbeitnehmern im Vergleich von Eltern zu Kindern. Die Zahlen machen klar, dass wir als Eltern das Thema Digitale Prävention Ernst nehmen müssen. Eine Vorgehensweise, die Unternehmen offensichtlich ernster nehmen als Eltern.

Oder wie seht Ihr das…? Und eine Frage an Eltern… Habt ihr gute Tipps für Eltern im Umgang mit Facebook, die sich bewährt haben?

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2013/05/Mobistealth_Facebook_Youth_Infographic.jpgDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Ein paar Einsichten in die Zukunft des Retails

Über die Zukunft des Retails wird seit geraumer Zeit viel visioniert. Kein Wunder. Liegt hier doch auch für die Berater und Trendforscher so mancher Euro sozusagen auf der Straße. Verlässliche Fakten sind da allerseits für Marketers willkommen.

Mitte 2011 orakelte Georg Leonhard, CEO von The Future Agency, dass der Handel über die sozialen Netzwerke zunehmen werde und auch die Offlinewelt davon nicht ausgenommen sei. Anfänglich richtig, aber IBM sieht Social Shopping auf dem absteigenden Ast.

Ende 2011 verkünden dann KPMG und ECC E-Commerce Center Handel in einer Studiedem stationären Handel, dass aufgrund von Smartphone und Tablet die Läden vor Ort ihre Kunden in 95% der Fälle verlieren, in denen vor Ort Preis, Verfügbarkeit und Konkurrenz mal eben gecheckt werden. Ein bittere Aussicht für den Handel, wenn er sich nicht darauf einstellt.

Was am Handel aber oft vorbeigeht sind die Erkenntnisse und Chancen des Retail dank SoMoLo mit neuen Devices, Medien und Plattformen hat.

Dass mobile Webseiten des Handels beliebter sind als Apps. Dass es im M-Commerce auf die sichere Verschlüsselung von Daten, die Offenlegung aller Kosten und eine ordentliche Menüführung ankommt. Oder aber, wie allein Twitter oder Facebook Symbole den Kaufprozess forcieren.

Der Handel muss also wachsam bleiben bei der Dynamik der Webentwicklung. Kürzlich habe ich bei einer Hochschule angemerkt, dass die Zukunft des Retails an der Webstrategie sich scheiden wird…

“Nur wer die Symbiose aus Social, Mobile und Local E-Commerce der modernen Webentwicklung mit den individuellen Business-Taktiken vereinen und in eine Webstrategie übersetzen kann, wird im Handel der Zukunft gewinnen.”

Das Team von Aaramshop PRO bestätigt dies und liefert zusätzlich noch ein paar hilfreiche Erkenntnisse in einer Infografik. In meinen Augen sind die folgenden 3 Trends vom Retail zu beachten…

- Zugang überall – Bis 2014 sind Multi-Retail Channel die Norm für die meisten Shop-Betreiber
- Wiedererkennung – Personalisierung wird ein treibender Faktor des Retails – Online wie Offline
- Showroom oder Laden? – Bis 2020 wollen Kunden den Pflichtkauf online absolvieren und im Showroom erleben.

Wir werden die Veränderungen aufmerksam weiterverfolgen. Für den Handel und seine Marketers.

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/09/future-of-retail-shopping.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Der komplexe Social Media Marketing Kosmos

Digitales Marketing ist eine wahre Herausforderung geworden. Und das wird es immer mehr. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Den Beweis für die Herausforderung liefert u.a. eine Altimeter Group Studie, die besagt, dass Firmen inzwischen 178 firmeneigene Social Media Accounts haben. 178 Social Media Accounts, die alle kommunikativ versorgt werden wollen! Daß die Zahlen sich mal wieder nach unten schrauben werden, darf als unwahrscheinlich angenommen werden.

Wie soll ein Kommunikationsteam da noch einen Überblick über die zahlreichen sozialen Netzwerk-Accounts, Sharing-Plattformen oder Blog(-Derivate) behalten? Wie soll man erkennen, was richtig und wichtig ist in der digitalen Social Media Markenführung? Und welchen Mehrwert liefern da noch die Werbeoptionen wie Online Display Advertising auf den Plattformen, wenn das Vertrauen in diese schon durch Nielsen in Frage gestellt wird?

Vielleicht ist das der Grund, warum der Autokonzern General Motors, der als Vorreiter im Social Media Business gilt, nun als “mental” bezeichnet wird. Hat man doch kurzerhand das Facebook Anzeigen-Budget gestrichen für die nahe Zukunft. Womöglich bringen die Werbeeinblendungen in den Social Networks ja inzwischen nachweislich weniger als die Status Streams? Auf jeden Fall sind die Zahlen der Werbewirkung von Facebook zu hinterfragen. Wen wundert da der gestrige Einbruch der Facebook Aktie um 13%…?

Die unten stehende Grafik illustriert endlich mal eine weitere Variante der Komplexität des Social Media Marketing Kosmos als die zahlreichen Brian Solis Social Media Prismen. Gezeigt wurde die neue Aufstellung erstmals auf einer Buddy Media Veranstaltung, bei der deren neue Messbarkeits-Software vorgestellt wurde, schreibt Business Insider.

Wer behält bei dem Social Media Marketing Chaos, nein… Kosmos, noch einen Überblick? Da wachsen fast neue Plattformen wie Pinterest oder nagelneue Dating-Netzwerke für 24-34 Jährige mit dem Namen Badoo.com. Und manche sind noch nicht einmal gelauncht, wie das Muslimen-Netzwerk Salamworld. Hat das schon jemand auf dem Plan?

Ja, man muss dran bleiben, wenn man nicht den Überblick in der digitalen Markenführung, und im speziellen dem Social Media Marketing Kosmos, verlieren will. Wir geben uns auch weiterhin alle Mühe am Ball zu bleiben…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/05/ad-performance-google-vs-facebook.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Social Media und B2B – Eine Frage des Alters?

Das Thema B2B und Social Media Nutzung wird heiß diskutiert. Es bewegt derzeit zahlreiche meiner Kunden und anscheinend auch eine ganze Menge Leute im Social Web. In der Regel geht es darum, wie man schnellstmöglich Leads generieren kann. Inzwischen arbeiten die meisten Unternehmen an der Segmentierung ihrer Kundenstruktur und an zahlreichen Modellen, wie man effizient das Thema Content Marketing gewinnbringend nutzen kann. Vorwiegend werden die B2B Zielgruppen in Branchen, Unternehmensgrößen und Jobtitel segmentiert.

Das Alter spielt dabei oft keine Rolle.

Dennoch sind alle Markingverantwortlichen und Agenturen auf der Suche nach kleinen Tips und Tricks. Dabei wird oft vergessen, dass es sich bei Business Entscheidern um Menschen handelt. Menschen, die auch Gefühle, Meinungen und Beziehungen haben. Sie handeln emotionaler als bisher angenommen. Und deshalb teilen sie auch ihre Erfahrungen auf sozialen Netzwerken. Mal mehr, mal weniger – je nach “Firmenerlaubnis”…

Nimmt man sich das Forrester’s Social Technographics Tool, so könnte man auch auf die Erkenntnis kommen, dass das Alter eine entscheidende Rolle bei der Ansprache der B2B Entscheider spielt. Und dabei muss man sich nur den Aktivitätsindex der “Teilnehmende” (Joiners), “Zuschauer” (Spectators) und “Inaktiven” aus der Forresters Social Technographics Daten ansehen.

Man kann davon ausgehen, dass der durchschnittliche Business Entscheider basierend auf einer stetigen Karriereentwicklung mindestens 35 Jahre alt ist. Nimmt man sich also die Altersgruppe der Menschen um 35-44, 45-54 sowie 55+ heraus, so sieht man schon, wer da wirklich aktiv ist und wer eher zuhört. Je nachdem, welche Zielgruppe man also adressiert, sollte man sich im Social Web gut überlegen, wie man auf die Persönlichkeit dieser B2B Personen eingeht.

Aus der Annahme ergeben sich einige Optionen für eine diversifizierte Content-Marketing Strategie. Denn mit steigendem Alter ändern sich auch die Hobbys der Menschen. Auch ich habe früher aktiv Fussball gespielt und mich inzwischen auf das Golfspiel “versteift”. Entsprechend kann man hinsichtlich des Alters dann unterschiedliche inhaltliche Themen entwickeln, Zielgruppenprofile ansprechen und Querverweise einbauen. Entweder man differenziert und sucht sich verschiedenen Ansatzpunkte je nach Alter der Zielgruppe. Oder man geht -aus Ressourcen Gründen- auf den Sweet Spot ein und versucht edukative Inhalte für “Zuschauer” zu produzieren, die dann aber über soziale Plattformen verbreitet werden.

Und warum?

Business-Entscheider lesen Blogs. Sie nutzen YouTube. Sind in Onlineforen aktiv. Lesen Fallstudien. Meinungen und Bewertungen. Und auch Podcasts sind noch nicht out in dieser Zielgruppe. Sie unterscheiden nicht zwischen UGC und gebrandeten Inhalten. Denn die Grenzen zwischen B2B und B2C verschwimmen, da wir Beziehungen intensiver leben.

Die meisten vertrauen eher der geschriebenen Meinung eines Freundes, oder Freundes eines Freundes, denn “Firmen-Hochglanzinhalten”. Und die finden sie über Suchmaschinen oder Social Networks. Wer die Jungen (35-44 Jahre) adressiert, sollte interaktive Elemente, Social Gaming und Onlinekonversationen in die Content-Strategie einbauen, die das Mitmachen im Fokus haben. Und wer die 55+ Zielgruppe adressiert, sollte sich wohl überlegen, welche Beweggründe im Alter im Büro viel diskutiert werden, da man die Work-Life-Balance in diesem Alter genauer im Auge hat.

Wenn ihr das anders seht, habt ihr sicher einen guten Kommentar im Kopf, oder…? Wir freuen uns drauf…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/05/forrester-research-segentation11.gifDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Studie: Sind deutsche Banken reif für Social Media?

Eine aktuelle Studie “Social Media Reifegrad der Finanzindustrie – quantitatives und qualitatives Scoring von Finanzinstituten” der Managementberatung Anxo Financial Services, über die die absatzwirtschaft exklusiv berichtet, zeigt die Commerzbank als führend in Sachen Social Media unter den deutschen Banken. Nach einer Untersuchung der Social-Media-Aktivitäten und Webseiten von 45 führenden deutschen und internationalen Finanzinstituten -basierend auf 87 Kriterien- folgen die DZ Bank und die Deutsche Bank auf den Plätzen 2 und 3. Grundsätzlich ist aber noch hoher Optimierungsbedarf bei den Top-20 Banken und Top-10 Direktbanken in Deutschland.

Grundsätzlich sind die Finanzinstitute noch nicht sehr weit bei ihren Sozial Media Bemühungen. Den “Social-Media-Reifegrad” bewerten die Unternehmen noch als zu gering. Aber auch ein guter Webauftritt ist nach der Studie noch kein Garant für erfolgreiche Internetauftritte. So zeigen vor allem die Direktbanken, die ja bisher als online-affine Experten einzustufen waren, in Zeiten des Social Web doch erhebliche Schwächen beim Engagement mit den Usern auf. Grundsätzlich bemängelt die Studie die nachbesserungswürdige Verknüpfung der eigenen Homepage mit den Fremdplattformen, sprich von Social Media mit dem Unternehmenswebseiten.

Grundsätzlich stützen die Banken ihr Social Media Engagement vorwiegend auf die Säulen der sozialen Business-Netzwerke XING (97%) und LinkedIn (80%), zeigt die Studie. Aber auch die Plattformen Twitter (67%) und Facebook (50%) kommen zum Einsatz. Hingegen steht das Verständnis für hauseigene Community Plattformen, Foren oder Blogs noch weit hinten an. Der Einsatz dieser Taktiken sei noch lange nicht in seinem Potential erschöpft.

Die “Social Media reifen” Bestperformer unter den Banken stellen die Echtzeitkommunikation ins Zentrum der Kundenkommunikation, um so die richtige Kundenidentifizierung mit dem Unternehmen zu schaffen. Dabei werden Kundenmehrwerte geschaffen, die Nähe und bedarfsgerechte Dienstleistung und Prozessinnovation ermöglichen. Marc Sieger von der Anno Management Financial Services definiert es so…

“Sie verfallen nicht dem “Trial and Error Prinzip” und schaffen es dadurch, die wesentlichen Faktoren für einen nachhaltigen Vertrauensaufbau zu adressieren.”

Da die Studie bereits die zweite ihrer Art ist, kann man auch schon die Entwicklungen der Banken verfolgen. So hat die DZ Bank im quantitativen Scoring ganze 38 Punkte hinzugewonnen und somit seine Punktzahl mehr als verdoppelt. Auch im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung von 7,4 Punkten zeigt sich die DZ Bank als klarer Gewinner unter den Aufsteigern.

Banken-Verantwortliche, die sich mit dem Thema Social Media intensiver beschäftigen wollen, sei das Seminar “Social Media in Banken und Versicherungen” ans Herz gelegt, welches wieder am 14.-15.05.2012 in Starnberg bei München stattfinden wird. Als kleinen Vorgeschmack können sich die Marketiers der Banken ja schonmal die Kategorie dieses Blogs “Wer bloggt, bleibt!” durchlesen. Und wenn es gefällt, melden sie sich einfach hier zum Seminar an…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/04/nutzung-social-media-plattformen-in-banken1.jpg?w=300Digg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Werden wir unsozialer in Social Networks?

Credits: © itestro - Fotolia.com

Es ist eine Frage, die als Folgeerscheinung der Datenschutzdiskussionen in 2011 (und fortlaufend) sowie der Zunahme an individueller Transparenz aufkommen muss. Und sie stellt als Frage vieles in Frage. Vieles, was wir öffentlich kommunizieren, was wir in Social Media tun und wie wir uns neuzeitlich öffnen.

Es ist die Frage, ob wir langsam in Social Networks inzwischen wieder unsozialer werden…

Denn ein Trend zeichnet sich -zumindest laut Erkenntnissen des Pew Internet & American Life Project- ab. Facebook Nutzer werden zunehmend “unsozialer”. Sie mindern ihre öffentliche Transparenz. Sie optimieren ihre Privatsphäre. Sie beschneiden ihre Persönlichkeitsprofile. Und manche “entfreunden” sich inzwischen sogar schon von früheren “Freunden” auf Facebook.

Zwei Drittel der befragten 2.277 Nutzer aus Amerika nutzen Social Networks, und davon geht ein großer Anteil deutlich restriktiver mit der Transparenz seiner Öffentlichkeit um. Inzwischen kommunizieren viele Nutzer mit ihren Facebook, Google+ oder Twitterseiten nicht mehr so öffentlich wie bisher. Von den befragten Sozial Network Nutzern haben…

- 63% bereits Freunde gelöscht
- 44% haben Kommentare von Freunden gelöscht
- 37% haben ihre Namen von Fotos genommen, auf denen sie getagt wurden

Sicherlich interessant zu beobachten ist, wie unterschiedlich Frauen und Männer damit umgehen. 67% der Frauen (gegenüber 58% der Männer) haben Menschen aus ihrem Netzwerk gelöscht. Zudem sind Frauen auch bei den Sicherheitseinstellungen restriktiver. Während 67% der Frauen ihre Privatsphäre in höchstem Masse sichern, machen dies nur 48% der Männer.

58% der Social Network Nutzer lassen nur Freunde an ihrer Netzwerkkommunikation teilhaben. Ganze 81% lassen Freunde von Freunden nicht ihr Profil ansehen. Dass das nun kein rein amerikanisches Phänomen ist, habe ich inzwischen im eigenen Freundeskreis feststellen dürfen. Auch in meinem “Freundeskreis” sieht man die ersten abwandern, einschränken und verschwinden… aber auch wiederkommen.

Die Frage, die sich stellt… Welches Verhalten und Agieren ist denn “sozial” in Social Networks? Wird die Diskussion “Freund oder Nicht-Freund” hier zur ausschlaggebenden sozialen Waagschale? Oder überlegen sich die Nutzer, wie sozial man eigentlich sein kann, soll und will in Social Networks? Oder sind es die Fake-Accounts, die uns vorsichtiger werden lassen? Oder wird doch noch zwischen privat oder beruflicher Nutzung des Accounts unterschieden? Bei Männern wird die Nutzung eher beruflich gesehen, deshalb die Kommunikation offener und auch nur aus diesem Grund “sozialer” gesehen? Bei Frauen dann doch mehr privat und folgerichtig “geschlossener”? Eure Meinung zählt…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/02/transparenz.jpg?w=150Digg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Eine Content Strategie mit Zukunft – Der Coca-Cola Ansatz

Dass die richtige Content Strategie nicht so einfach zu finden ist, wissen Unternehmen entweder aus eigener Erfahrung oder weil entsprechende Studien davon reden, die diese These (vor allem in B2B Unternehmen) belegen. Wenn man sich dann noch den Wachstumsmarkt für Content Marketing vor Augen hält, so kann man sich vorstellen, wieviel Gedanken sich Unternehmen hierzu machen. Für die meisten Firmen ist dabei immernoch der klassische Ansatz “Die inhaltlichen Ideen und Konzepte der Kreativ-Agenturen werden schon richtig sein!” das Allheilmittel.

Bei Coca Cola denkt man inzwischen anders. Hier setzt man auf Storytelling und den partnerschaftlichen Ansatz bei der Erstellung von Content. Ein Fallbeispiel welches meine Commmunity Centric Strategie untermauert. Die Social Media Aktivitäten von Coca-Cola und die Ergebnisse scheinen ihnen recht zu geben. Die Facebook-Page zählt heute über 39 Millionen Fans und wächst beständig. Auch dem Twitter Account folgen fast eine halbe Millionen Twitterati.

Für Coca Cola zählt zukünftig das Verbraucher-Feedback und einen kollaborative Zugang und die Zusammenarbeit mit der Zielgruppe. Mit gezielten Fan-Gesprächen und Crowdsourcing auf vorwiegend den oben genannten Plattformen sollen Inhalte generiert werden. Entscheidend ist dabei weiterhin die direkte Zusammenarbeit mit “Film, Funk und Musik”.

Die nachfolgenden illustrativen Video-Erläuterungen “Coca-Cola Content 2020″ von Jonathan Mildenhall zeigen die neue Content Strategie des Unternehmens. Interessant finde ich speziell die 5 Wege des Storytelling: Serial Storytelling, Multi-Faceted Storytelling, Spreadable Storytelling, Immersion & Discovery Storytelling, Engagement Through Storytelling. Diese sollten sich Unternehmen besonders ansehen, wenn sie von ihrem “Frontalunterricht” mit ihren Kunden wegkommen möchten.

Aber seht selbst…

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=LerdMmWjU_E&w=560&h=315]

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=fiwIq-8GWA8&w=560&h=315]

Add to BufferSave on DeliciousDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Facebook Studie: Euphorie im Mittelstand bei aktiven Unternehmen

Schon lange will der Mittelstand mal eine Aussage zur Wirkung von Facebook auf die Umsatzzahlen. Facebook tut dem Mittelstand jetzt den Gefallen und bringt zusammen mit der Bitkom Research GmbH ein paar Zahlen, die dann den deutschen Mittelstand (zwischen 10 – 499 Mitarbeitern) zu mehr Aktivität auf dem Social Network veranlassen dürfte.

Die Zahlen wirken beeindruckend: Laut der Studie verzeichnen weit über ein Drittel der auf Facebook engagierten Unternehmen ein klares Umsatzplus. Über die Hälfte der Befragten sieht sogar einen klaren Profit für den Vertrieb ihrer Unternehmen. Die Facebook Präsenz soll hierfür verantwortlich sein. Vielleicht aber auch, weil der Bekanntheitsgrad durch ordentliche Facebook-Aktivitäten doch bedeutsam zu wachsen scheint. Dies gaben beachtliche 69% der Befragten an.

(Via Thomas Hutter)

Wenn 55% Neukunden gewinnen sowie 44% von der Erschließung neuer Märkte via Facebook berichten können, ist das ebenfalls eine starke Aussage. Mal ganz abgesehen davon, dass Firmen offensichtlich auch neue Mitarbeiter über Facebook finden (10%). Das sind Werte, die die lange Frage nach dem “Warum sollen wir bei dem Privatschnack dabei sein…?” verschwinden lassen dürften.

Mit 89% geben die Firmen an, bereits mindestens eine Facebook-Seite zu haben, 18% sind sogar mehrfach auf Facebook vertreten. Und 48% der Mittelständler nutzen generell Social Media Plattformen laut der Studie. Während die Industrie (32%) noch nicht so stark auf Facebook vertreten ist, sind Dienstleistungen (51%) und Handel (50%) schon ziemlich aktiv.

Die Fragen, die sich stellen… Wie Kommen die Unternehmen auf diese Zahlen? Machen einige davon F-Commerce? Trackt der deutsche Mittelständler wirklich bis zur letzten Meile, dem Warenkorb? Oder sind es vorwiegend doch kleine Mittelständler? Wieso findet man keine Zahlen, wie viele Unternehmen oder Menschen geantwortet haben? Selbst engagiertes Nachfragen der The Strategy Web half da nichts…

Add to Bufferhttp://digitalstrategie.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-profit-unternehmen-150x150.pngDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Freund oder Nicht-Freund. Was ist hier die Frage…?!

Viele unserer Onlinebeziehungen haben noch nicht einmal eine Kennenlernphase genossen. Dennoch fügen wir bei unseren Netzwerkbeziehungen immer wieder Leute hinzu, oder werden hinzugefügt. Der häufigste Grund für das Hinzufügen von Freunden ist und bleibt die Offlinebeziehung.

Eine neue Studie von NM Incite besagt, dass 82% der Facebook Nutzer jemand offline kennen, bevor sie diese Person ihrem Profil hinzufügen, oder sich mit ihr vernetzen. Der zweit meist genannte Grund sind gemeinsame “Freunde”, was für 60% als ziehendes Argument gilt.

Die “State of Social Media Survey” hat 1,895 Social Media Nutzer (Alter 18+) befragt, die zwischen 31. März und 14. April 2011 in Blogs, Foren oder Sozial Network Plattformen unterwegs waren. Die physische Attraktivität oder die hohe Anzahl an Freunden sind zwar weitere Gründe, fallen aber im Ranking klar ab. Es scheint, dass das Thema Reichweite zweitrangig für Facebook Nutzer wird und der Austausch mit wahren Freunden doch inzwischen an Wichtigkeit gewinnt.

Für das “Entfreunden” gibt es zahlreiche Erklärungen. Ganzen 55% der Facebook Nutzer langen anstößige Kommentare, um Beziehungen in sozialen Netzwerken ungeschehen zu machen. Auch Marketiers sollten vorsichtig sein. Jemanden nicht richtig als Freund zu haben (41%) oder Verkaufsanbahnungen (39%) werden als weitere Gründe genannt.

Zwischen Männern und Frauen gibt es davon abgesehen auch Nutzungsunterschiede. Männer nutzen Facebook für professionelles Netzwerken und Rating. Frauen hingegen pflegen ihre wahren Freundschaften, suchen Deals oder wollen ihrer Kreativität Ausdruck verleihen. Und: Frauen sind schneller im entfreunden bei anstößigen Kommentaren oder schwachem Beziehungsverhältnis.

Die nachfolgende Infografik illustriert nochmals die Erkenntnisse der Studie…

Die Frage, die sich mir stellt… Warum befreundet oder entfreundet ihr euch auf Facebook? Wie nehmt ihr es mit anstößigen Kommentaren und Status Updates? Würde einen ja schon mal interessieren, ob die Studie auch auf Deutschland passt…

Friend_unfriend
Add to Bufferhttp://digitalstrategie.files.wordpress.com/2011/12/friend_unfriend-scaled500.jpg?w=147Digg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing

Facebook-Fans und die (Fragwürdigkeit der) Exklusivität

Was wollen sie denn nun, die Facebook-Fans? Gewinnspiele, Coupons, Rabatte, Schnäppchen oder Exklusivität? Angeblich steht letzteres am höchsten im Kurs, wie eine Studie der PR-Agentur fischerAppelt uns erklärt. Zwar sind Gewinnspielfanatiker und Schnäppchenjäger auf den Facebook Profilen oft aktiv, was den meisten Nutzern dennoch zählt ist Exklusivität. Und zwar an Informationen, die man eben nur auf den Facebookseiten als Fan bekommt.

Das Ergebnis ist mit Vorsicht zu genießen, denn die Umfrage wurde unter einer kleinen Zahl an Fans der Industriesektoren Beauty, Gesundheit und Lebensmittel durchgeführt (200 Befragte zwischen 24 und 40 Jahren). Inwieweit andere Branden ebenso betroffen sind, bleibt zu beweisen. Grundsätzlich decken sich diese Ergebnisse und Grundaussagen mit einer Studie von ExactTarget CoTweet.

Der Trend könnt sich dennoch generell abzeichnen, denn von den Befragten gehen 72% vorwiegend wegen exklusiven Informationen (detaillierte Produktinformationen und Tipps von  Experten) auf die Seiten der Zuckerberg Firma. Wer als Facebook Seitenbetreiber für seine Firma auf Gespräche hofft, wird vermutlich enttäuscht werden.

Ein paar weitere Ergebnisse…
- 69% wollen lediglich informiert bleiben und den Anschluss an die Markentwicklung nicht verpassen
- 48% kommen auf die Facebookseiten wegen Gewinnspielen und Rabattaktionen
- 46% wollen Menschen hinter einer Marke sehen und wissen, wie deren Produkte hergestellt werden
- 44% haben wegen Themenirrelevanz eine Fanseite eines Unternehmens verlassen
- nur 17% suchen den Austausch mit der Facebook Community.

Facebook ist dennoch stark im Empfehlungsmarketing. Zwei von drei Nutzern vertrauen den Empfehlungen von Facebook Freunden. Ob das für einen Kauf ist dennoch fraglich. Denn sie informieren sich aber trotzdem noch weiter über ein Produkt. Und: 80% der Befragten gaben an, Produkte einer Marke auch unabhängig von Facebook zu erwerben.

Wer es als Unternehmen übertreibt, dem wird die Freundschaft gekündigt, was 65% schonmal getan haben. Jeder Zweite erträgt nicht mehr als zwei bis drei Updates pro Woche, jeder Vierte sogar nur eins. 44 Prozent haben auch schon eine Fanpage wieder verlassen, weil ihnen die Themen nicht interessant genug waren.

Die Frage, die sich stellt… Wird Facebook ein Einkaufskatalysator? Lässt sich Markenbindung dank Facebook beschleunigen und somit der Umsatz erhöhen? Und wo hört Exklusivität für den Nutzer auf? Wo fängt sie an? Porsche hat eine siebenstellige Fanzahl, Volkswagen hat gerade mal die sechsstellige erreicht. Beide lassen ihre Mitarbeiter dennoch nicht auf Facebook. Wie soll dann die gewünschte Exklusivität den Nutzern übermittelt werden?

Ford hat in einer Kampagne schonmal versucht, mir mein für mich richtiges Auto zu verkaufen (ich stand damals nicht auf den Focus und die Kampagne ging ins Leere). In meinen Augen ist F-CRM und F-Commerce ein komplexes Thema, wie nicht nur diese 7 Ansätze des F-Commerce zeigen.

Wenn das Social Seating der Airline KLM via Facebook käme, würde es spannend – allein schon aufgrund der Inhalte, die dort geteilt werden. Die Idee des Business-Matching im Flieger (via LinkedIn geplant) erscheint zukunftsträchtig, Exklusivität gegeben. Ob zwei Menschen zu “matchen” eher funktioniert auf menschlicher Ebene denn technischer? Nachher bringt so ein Match-Making noch unerwartete exklusive Ergebnisse auf privater Ebene bringen.

Was meint ihr…?

Add to BufferSave on DeliciousDigg ThisShare via emailShare on Facebook+1Share on LinkedInPin it on PinterestSubmit to StumbleUponShare on TwitterShare on Xing