Crowdsourcing der anderen Art – Ein Platz an der Sonne und FC St. Pauli

Auf meiner Suche nach immer neuen und diskussionwürdigen Crowdsourcing Aktionen bin ich diesmal auf die ARD Fernsehlotterie “Ein Platz an der Sonne” gestoßen. Erst vor kurzem rief die Fernsehlotterie in Kooperation mit dem Fanladen St. Pauli und Upsolut Merchandising mit dem nachfolgenden Video kreative Köpfe auf, T-Shirt-Designs zu entwerfen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=PIekwCJA3ZY&w=560&h=315]

Der Sieger-Entwurf wird in einer limitierten Auflage produziert und für den guten Zweck verkauft. Sämtliche Gewinne gehen an den Fanladen sowie an das von der Fernsehlotterie geförderte Hospiz “Hamburg Leuchtfeuer” auf St. Pauli. Diese konzertierte Aktion einer charitativen Zusammenarbeit ist sicherlich ein guter Ansatz aus Crowdsourcing ein Crowdfunding zu machen.

Die Aktion hat Erfolg. Über 80 Entwürfe gingen ein. Die Jury bestand aus bekannten Persönlichkeiten der beteiligten Parteien, u.a. Fabio Morena – Lizenzspieler des FC St. Pauli, Christian Kipper – Geschäftsführer der ARD Fernsehlotterie, Hendrik Lüttmer Upsolut Produktchef und St. Pauli Fan und Jens Duve – St. Pauli Vizechef. Inzwischen wurden von ihr die fünf besten Kreativvorschläge ausgewählt, für die man jetzt hier bis 19.02.2012 voten kann und somit eine Kreativen zum Sieger macht.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=tfUhg3zUEcs&w=560&h=315]

Das Siegershirt wird am 09.03.2012 vorgestellt und ist zum Heimspiel des FC St. Pauli gegen den Karlsruher SC am 12.03. dann zu erwerben.

Die Frage, die sich stellt… Warum gibt es nicht mehr solche kreativen Charity-Ideen? Was haltet ihr von der Aktion und den kreativen Ideen? Wollen wir hoffen, dass ordentlich viele T-Shirts für die Aktion verkauft werden…

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Crowdsourcing der anderen Art – Superbowl Werbung: Citroën vs. Toyota

Das größte Werbeevent im Jahr ist in meinen Augen nicht unbedingt die Cannes Lions Festspiele. Nein. Es ist ein Event, bei dem sich Marketers und vor allem ihre kreativen, oftmals externen, Geister jährlich ihre persönliche Auszeichnung und Absolution vom Kunden, Stadionbesucher und TV-Zuschauer selbst abholen: der SuperBowl. Nie werden Anzeigen so zahlreich diskutiert und besprochen, wie die Kreationen die zur teuersten Werbezeit des Jahres in den USA laufen.

Dieses Wochenende ist es wieder soweit…Der 46. Super Bowl steht an und schon im Vorfeld laufen die Drähte auf YouTube heiß. Und so manche Marketinggazette diskutiert schon fröhlich über die Konzepte der Super Bowl Werbespots 2012…

Persönlich frage ich mich, wer die schönste Crowdsourcing Aktion durch seinen Werbespot initiiiert oder nun gerade verpasst. Dabei sind mir zwei Kampagnen aufgefallen, die ich hier mal kurz besprechen will unter meinem bekannten Motto: Crowdsourcing der anderen Art. Die Spots des Toyota Camry und des Citroen DS5…

Der Citroën DS5 lässt sich neu vertonen…

Für den Kunden Citroën hat die Mediaagentur OMD eine Musik Crowdsourcing-Kampagne umgesetzt. Talentierte Musiker dürfen ausgewählte Klassiker interpretieren. Aber bitte so, dass sie zum neuen Citroën DS5 passen. Der “Flash-Mob” bekommt die Chance, unter http://www.ds5-sound.de/ ihren Favoriten zu benennen und zu bewerten. Mit den Kooperationspartner der Musikmagazine “Rolling Stone” und “Musikexpress” könnte sich diese Idee als eine gelungene Kampagne erweisen, denn als Incentive winkt dem Gewinner ein nagelneuer Citroën DS5.

Der Toyota erfindet selbst neu…

Der Toyota Camry und seine Agentur Goody, Silverstein & Partner gehen die Sache ein wenig selbstsicherer an. Der Werbespot ist toll gemacht – keine Stars, keine Einbindung externer Kräfte, kein Crowdsourcing. Er erinnert mich von seiner kreativen Power an den Star Wars Spot von Volksagen im letzten Jahr. Auch hier ist die Macht mit dem Spot. Die Idee ist einfach und gut. Wer gute Autos erfindet, erfindet gleich noch andere tolle Sachen neu: Massierende Polizisten oder auch Mixer die Lionel Richie spielen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=T8XmdQjJ7BM?wmode=transparent]

Die Idee wäre aber auch gut gewesen für eine Crowdsourcing Aktion, die man wunderbar hinten anhängen könnte zur Lead-Generierung, zur Mundpropaganda, zur Erweiterung in die digitale Welt: Eine Community, die noch weitere fantastische oder innovative Ideen entwickelt. Eine Community, die neue Freunde auf eine Fanpage zieht. Eine neue Community, die über den Toyota Camry spricht. Und die dann die Chance hat, einen zu gewinnen. Möglichkeiten, die auch 2011 eine Volkswagen Kampagne nicht zuende gedacht hat…

Hätte. Wenn. Und aber.

Naja, vielleicht kommt die Crowdsourcing-Kampagne dann im nächsten Jahr, wenn es heißt: Super Bowl, Klappe die 47-te. Und dann bin ich auf die Fortsetzung der Fortsetzung der Volkswagen Star Wars Kampagne gespannt…

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=0-9EYFJ4Clo?wmode=transparent]

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Crowdsourcing der anderen Art – Superbowl Werbung: Citroën vs. Toyota

Das größte Werbeevent im Jahr ist in meinen Augen nicht unbedingt die Cannes Lions Festspiele. Nein. Es ist ein Event, bei dem sich Marketers und vor allem ihre kreativen, oftmals externen, Geister jährlich ihre persönliche Auszeichnung und Absolution vom Kunden, Stadionbesucher und TV-Zuschauer selbst abholen: der SuperBowl. Nie werden Anzeigen so zahlreich diskutiert und besprochen, wie die Kreationen die zur teuersten Werbezeit des Jahres in den USA laufen.

Dieses Wochenende ist es wieder soweit…Der 46. Super Bowl steht an und schon im Vorfeld laufen die Drähte auf YouTube heiß. Und so manche Marketinggazette diskutiert schon fröhlich über die Konzepte der Super Bowl Werbespots 2012…

Persönlich frage ich mich, wer die schönste Crowdsourcing Aktion durch seinen Werbespot initiiiert oder nun gerade verpasst. Dabei sind mir zwei Kampagnen aufgefallen, die ich hier mal kurz besprechen will unter meinem bekannten Motto: Crowdsourcing der anderen Art. Die Spots des Toyota Camry und des Citroen DS5…

Der Citroën DS5 lässt sich neu vertonen…

Für den Kunden Citroën hat die Mediaagentur OMD eine Musik Crowdsourcing-Kampagne umgesetzt. Talentierte Musiker dürfen ausgewählte Klassiker interpretieren. Aber bitte so, dass sie zum neuen Citroën DS5 passen. Der “Flash-Mob” bekommt die Chance, unter http://www.ds5-sound.de/ ihren Favoriten zu benennen und zu bewerten. Mit den Kooperationspartner der Musikmagazine “Rolling Stone” und “Musikexpress” könnte sich diese Idee als eine gelungene Kampagne erweisen, denn als Incentive winkt dem Gewinner ein nagelneuer Citroën DS5.

Der Toyota erfindet selbst neu…

Der Toyota Camry und seine Agentur Goody, Silverstein & Partner gehen die Sache ein wenig selbstsicherer an. Der Werbespot ist toll gemacht – keine Stars, keine Einbindung externer Kräfte, kein Crowdsourcing. Er erinnert mich von seiner kreativen Power an den Star Wars Spot von Volksagen im letzten Jahr. Auch hier ist die Macht mit dem Spot. Die Idee ist einfach und gut. Wer gute Autos erfindet, erfindet gleich noch andere tolle Sachen neu: Massierende Polizisten oder auch Mixer die Lionel Richie spielen.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=T8XmdQjJ7BM?wmode=transparent]

Die Idee wäre aber auch gut gewesen für eine Crowdsourcing Aktion, die man wunderbar hinten anhängen könnte zur Lead-Generierung, zur Mundpropaganda, zur Erweiterung in die digitale Welt: Eine Community, die noch weitere fantastische oder innovative Ideen entwickelt. Eine Community, die neue Freunde auf eine Fanpage zieht. Eine neue Community, die über den Toyota Camry spricht. Und die dann die Chance hat, einen zu gewinnen. Möglichkeiten, die auch 2011 eine Volkswagen Kampagne nicht zuende gedacht hat…

Hätte. Wenn. Und aber.

Naja, vielleicht kommt die Crowdsourcing-Kampagne dann im nächsten Jahr, wenn es heißt: Super Bowl, Klappe die 47-te. Und dann bin ich auf die Fortsetzung der Fortsetzung der Volkswagen Star Wars Kampagne gespannt…

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Crowdsourcing der anderen Art – Der Fall McDonalds II

Logo_mcdonalds

Von Liebe keine Spur? Oder besser: Wie aus einem Hashtag ein Burgerstorm wird…

Alles hätte so lecker sein können. Ja hätte, will man sagen… Mit einer guten Crowdsourcing-Idee lässt sich eben auch manchmal der verbale Grill-Spieß umdrehen. Das musste jetzt McDonalds leidlich auf Twitter erfahren…

Da hatte man mit dem Hashtag #McDstories die positiven Erfahrungen der Kunden von McDonalds adressieren wollen und vergaß offensichtlich dabei komplett, dass man ja die Kontrolle über die Gespräche verlieren kann. Und genau das geschieht dann auch prompt. Aber eins nach dem anderen.

Mittels der von Twitter zur Monetarisierung des Businessmodels für Unternehmen angebotenen “Promoted Tweets” und “Promoted Accounts” hatte McDonalds zwei Werbe-Tweets in die Social Websphäre gezwitschert. Man wollte die User animieren, in 140 Zeichen positive Erlebnisse bei der Fast-Food Kette zu schildern.

Geht man nun von einer Engagement-Quote von 3-5% der adressierten Zielgruppe aus, so ist das schon ein ganz schöner “Burgerstorm” der einem da auf den Magen schlagen kann als Unternehmen.

Und das schaffte der neu aufgebaute Hashtag #McDstories auch, denn der gefiel der Twitter Community äußerst gut. Allerdings auch den Gegnern der “Pommes- und Burgerbäckerei”. Da wurde dann schnell berichtet von vergiftetem Essen mit Krankenhausbesuch als Folge, auch die Arbeitsbedingungen wurden angeprangert, oder erzählt, wie man einen Fingernägel in Big Macs gefunden hat. Und manche gaben dann nicht umsonst Burger King Kredit für die Kampagne…

Bildschirmfoto_2012-01-25_um_16

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Ergebnis: McDonald’s gab dem Druck nach und beendete die Kampagne. Deren Social Media Boss Rick Wion in den USA zog die Notbremse und machte vom “Notfallplan” gebrauch. Und auch wenn die Zahl der Kommentare von weit über tausend auf ein paar wenige zurückging, so erfreut sich die Presse und ich nun an einem weiteren Fallbeispiel des “Crowdsourcing der anderen Art”

Siehe hierzu auch die Fälle Sky Deutschland und BMW USA. Und was das Thema Kundenservice bei McDonalds betrifft, so habe ich selbst schon ein Erlebnis beschrieben – wenn auch nicht in 140 Zeichen.

Die Frage, die sich stellt… Hätte McDonalds auch anders reagieren können? Was hätte McDonalds noch tun können, als sich ins Burgerhaus zurückzuziehen? Euer Input ist gefragt…

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Crowdsourcing der anderen Art – Der Fall BMW USA

Vor kurzem habe ich das Thema VW und Greenpeace behandelt. Was passiert, wenn das Imperium Corporate Social Responsibility zurückschlägt. Was aber, wenn der Mitarbeiter zurückschlägt und nicht eine Organisation? Wenn der Mitarbeiter Crowdsourcing mit einer Google Adwords Kampagne verbindet, die auf eine Landing Page führt, die Mitarbeiter sprechen lässt? Über Arbeitsbedingungen, über Entlassungen, über unzufriedene und aufbegehrende Kunden, also über CSR Themen, die das Unternehmen BMW vermutlich so gar nicht sehen will…

Als Marketingfachmann bin ich natürlich auf Banner interessiert und was Marken damit machen. Wenn man nun auf ein Banner stößt, dass das Logo der Firma und die Worte trägt “Keine Freude mit BMW”, denkt man natürlich an den Leitspruch “Freude am Fahren”.

Keine_freude_mit_bmw_banner

Man überliest. Das Banner macht einen Loop.

Bmw_banner_2

Man liest nochmal. Überlegt. Staunt…!

Der Satz stimmt. aber warum ändert das Unternehmen den Marken Claim und warum wirkt das Logo so pixelig, oder soll ich sagen grimmig?! KLICK!

Beim Erreichen der Landing Page traue ich meinen Augen nicht. “BMW – The Ultimate Misery”? Entlassene (Teilzeit-)Arbeiter von BMW machen Crowdsourcing im Kampagnenmantel. Sie beklagen so ziemlich alles, was man im Sinne einer in China angesetzten Corporate Social Responsibility (CSR) Strategie aus amerikanischer Sicht offensichtlich wiederlegen kann. Und schaut man sich die US Seite von BMW zu dem Thema CSR an, so könnte man leicht falsch verstehen, was BMW meint mit den guten Worten…

“We strive to set examples for those we work with, for, and around with high standards of environmental management, corporate giving, and maintaining a diverse workforce.”

Aber seht Euch das produzierte Video und die Website selbst an…

Bmw_ultimate_misery

Jetzt wird es spannend zu sehen, wie BMW reagiert. Egal wie futuristisch die BMW Modelle von morgen sein mögen…

Die Frage, die man sich stellt ist… Wie soll BMW angesichts der selbst angesetzten CSR Wertedefinition reagieren? Wie nachhaltig kann solches Crowdscourcing von Mitarbeitern sein hinsichtlich des unternehmerischen Umdenkens? Wie würdet ihr als BMW regieren?

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