B2B Online-Monitor: Digitalstrategie = Fehlanzeige

In der deutschsprachigen Region sind B2B-Unternehmen immer noch nicht im Digitalzeitalter angekommen. Gerade mal 31% der im Rahmen des fünften „B2B Online Monitors“ befragten 187 Unternehmensvertreter haben eine ausgefeilte Digitalstrategie.

Auch wenn dem Rest der B2B Unternehmen zwar die Notwendigkeit für einen digitalen Shift und den damit verbundenen Herausforderungen klar ist, so fehlt doch der notwendige Zug für die Unternehmensveränderungen. Unter dem Motto: Erst mal sehen, was der Mitbewerber so macht, hält man sich vornehm zurück und wartet geduldig ab. Man muss allerdings sagen, dass die Definition Digitalstrategie der Studie sehr stark in Richtung Online-Content-Strategie zielt.

Die B2B-Unternehmen sind in Aufbruchstimmung und wollen sich auch für die Online-Kommunikation zukünftig verstärkt wappnen, was man an den avisierten Investments klar nachvollziehen kann. An Online-Budgets scheint es nicht zu liegen, denn die wachsen beständig. Dennoch schrumpfen sie bei der Gesamtkommunikation zusammen. Ein klare Digitalstrategie lässt sich dennoch nicht ausmachen. Plan- und Orientierungslosigkeit machen sich vermutlich auch durch die neue Komplexität im Hinsicht auf Marketing-Cloud, automatisiertes Media-Buying und komplexe Daten-Diskussionen breit. Wem da eine Digitalstrategie fehlt, der wird in Zukunft sicher auf der Strecke bleiben.

Grundsätzlich haben die Marketer zwar keine Angst vor dem Einsatz von zahlreichen Onlinetaktiken, dennoch fehlt die klare Fokussierung auf welches Medium man zukünftig setzen soll. Voran sind immer noch die klassischen Ansätze wie Newsletter-Marketing (74%) und Suchmaschinen-Marketing (71%). Inzwischen nehmen PLattformen wie Facebook, Business-Communities und Video-Plattformen vermehrt zu. Mehr als 60% nehmen diese Taktiken bereits in ihre Digitalstrategie auf.

Eine der großen Herausforderungen bei der Erstellung der Digitalstrategie sind fehlende Qualifikationen, Prozessen sowie Ressourcen. Da wundert es nicht, dass sich zahlreiche Marketer unzufrieden mit ihren Onlinebemühungen. Ein beispielhafter Grund der Studie zeigt, dass es an einer zielführenden und klar kommunizierten Integration von u.a. Social Media Massnahmen fehle. Dies führe dazu, dass man den Return on Investment von Social-Media-Aktivitäten nur schlecht messen könne. Was auch nicht verwundert, denn wie will man eine saubere Content Marketing Strategie fahren, wenn man nicht weiß, auf welche Inhalte die eigene Zielgruppe abfährt.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Unternehmen nicht einmal ein ordentliches Tools zur Identifikation von Potential für Social Media Engagement sowie die notwendigen Prozesse ansatzweise verstehen – vor allem nicht, dass man intern leben muss, was man extern erwartet. Zudem zeigt sich, dass die notwendigen Stakeholder in den Prozess der Integration nur schwer eingebunden werden können. Eine Sache der Politik, fehlender Kultur, oder mangelhafter Ernsthaftigkeit einer Digitalstrategie die notwendige und gebührende Relevanz beizumessen?

Was meint Ihr dazu?

PS: Anbei auch noch die ganz nette Infografik, die die Herausforderungen auch noch mal sehr schön illustriert.

B2B Online Monitor 2014

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