Sicherlich haben manche Eltern Bedenken, wie sich ihre Kinder auf Facebook in der Öffentlichkeit darstellen. Aber Anregungen oder Lösungsvorschläge, wie sich ihre Kinder auf dem größten Social Network verhalten sollen, fallen den meisten Eltern nicht ein. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Dynamiken und das Wissen ist einfach nicht als Erfahrungswert vorhanden. Doch diverse Nachrichten über Computer-Kriminalität und Cyber-Mobbing lassen die Ängste der Eltern nicht kleiner werden.
Eine aktuelle Infografik von Mobistealth verdeutlicht den Unterschied in der Vorgehensweise von Arbeitgebern zu Arbeitnehmern im Vergleich von Eltern zu Kindern. Die Zahlen machen klar, dass wir als Eltern das Thema Digitale Prävention Ernst nehmen müssen. Eine Vorgehensweise, die Unternehmen offensichtlich ernster nehmen als Eltern.
Oder wie seht Ihr das…? Und eine Frage an Eltern… Habt ihr gute Tipps für Eltern im Umgang mit Facebook, die sich bewährt haben?
Online Kanäle -wenigstens die etablierten- werden zu 85% positiv bewertet. Eine Webseite haben alle. Einen Newsletter haben zwei Drittel. Suchmaschinen-Marketing wird von mehr als der Hälfte gemacht. Landing Pages auch von einigen. Online Budgets steigen. Online ist in. Auch in der B2B Welt. Potential in den Themen Social Media, Mobile Marketing oder Online-Kommunikation liegt dennoch brach. Und mit der digitalen Transformation ist es nicht weit. Und das sagen diejenigen, die sich tagtäglich mit dem Thema Online im Marketing, Produktmanagement und der Unternehmenskommunikation beschäftigen. Das sind die vorwiegenden Erkenntnisse des B2B Online-Monitor 2013, einer Online-Befragung unter 216 Unternehmen zu den Themenfeldern Kommunikationsstrategie und mobile Kommunikation.
Doch es gibt auch die Schattenseiten in der B2B Welt, die uns selbst nicht verborgen bleiben in diversen Seminaren und auf Konferenzen, bei denen man als Sprecher eingeladen wird. Social Media is noch lange nicht integraler Baustein der Online-Kommmunikation (64%). Der Grund: Es wird nicht verstanden, und Social Business schon gar nicht gelebt. Wenn 65% kein Social-Media-Monitoring durchführen, ist das ein klarer Beweis dafür. Das funktioniert aber nur mit einer ordentlichen strategischen Zielausrichtung und -führung. Und genau daran hapert es in B2B-Unternehmen.
Beim Thema Mobile sind sich die Experten nicht so unbedingt einig. Die einen sagen, da liege die Zukunft, die anderen sind da nur teilweise oder gar nicht überzeugt von. Am meisten verwundert hierbei die Unbedachtheit, Unwissenheit und der unerfahrene Umgang beim Thema SoLoMo (siehe auch den Whitepaper-Button, rechst). Lieferte der QR Code noch kurzlich die Option der Kommunikationsverlängerung aus Print und Outdoor in Richtung Mobile und Web, so hat er seine besten Zeiten angeblich schon gehabt – nur noch 12% werden ihn zukünftig einsetzen.
Die digitale Transformation fehlt aber vor allem deshalb, weil den Unternehmen das strategische Handwerkzeug bei der ganzheitlichen Planung der Online-Kommunikationsstrategie fehlt. Ohne Mobile und Social Media geht es halt schwer und wenn das ein “Rand-Dasein” erlebt im Unternehmen, dann ist es eben nicht ordentlich implementiert in die Prozesse oder verstanden von den Mitarbeitern (oder meist dem Management). Wenn dann 35% der Befragten meinen, dass die Strategie Entscheidungsgrundlage für das Aufsetzen neuer Kommunikationsmaßnahmen ist und diesen Prozess vereinfachen kann, dafür aber fast nie Zeit ist, oder Zeit als Argument angeführt wird, warum man keine Strategie-Meetings macht, dann fragt man sich, ob das Thema verstanden wurde.
Die digitale Transformation ist auf dem Vormarsch, eben nur im Schneckentempo. Was wir immer wieder erleben sind die klassischen drei Faktoren, die bei den Themen Mobile, Social und Digitalstrategie von Management-Teams als kritisch angeführt werden – und hinten dran geben wir mal mit an: Unser Verständnis, wie es zu bewerten und umzusetzen ist!
- Kommunikation: Social Business ist Unternehmens-Kultur, Social Media eine Einstellung zum Kunden und Social Networking ist Wertschätzung.
- Menschen: Mobile ist kein Tool, sondern ein Lebensstil aus Effizienz und Echtzeitkommunikation.
- Prozesse: Silos sind Hindernisse und helfen niemandem! Kollaboration ist der Weg der Zukunft.
Und wer mehr wissen will, darf sich gerne mal mit uns unterhalten…
Der Weg vom Innovationsführer zum Marktführer ist ein steiniger. Amerikaner scheinen hier dann doch die besseren Reifen zu haben, die aus einem unglücklichen Start nicht gleich einen Platten werden lassen. Aber warum ist das so…?
Ein Learning, dass ich in den letzten Monaten diversen Start-Ups mitgeben durfte ist: Innovationsführer werden nur selten Marktführer – wenn sie aus Deutschland kommen. Auch wir haben das in der Vergangenheit mit dem silicon Newsdienst erfahren. Wir waren mit die ersten die auf Web-TV in Europa gesetzt haben. Personalisierung war nicht nur ernsthafter Taktikansatz, sondern galt als unser höchstes Qualitätsgut. Heute beschreibe ich das Business immer als Facebook und Youtube für IT-Entscheider der Vorzeit.
Aber vielleicht waren wir der Zeit und dem Markt “zuvor”…
Wenn man sich dann so die Infografik von Venture Village ansieht und den Gründer-Hype um Berlin sich mal durch den Kopf gehen lässt, dann möchte man noch nicht einmal daran denken, was da so alles Innovatives ersonnen wird. Ob das dann aber einer der “Leading Businesses im Web” wird, wagt man zu bezweifeln.
Auch wenn die Zeichen gut stehen für Berlin, keine Frage: günstige Mieten, ein hippes Stadt-Image mit vielen Gesichtern sowie viele hungrige Jugendliche mit modernem Arbeitseinsatz winken mit Erfolg. Dazu ein Oberbürgermeister, der die Stadt clever gegen Mitbewerber wie München zu positionieren weiß.
Dennoch stellt sich so mancher Investor wie Gründer die Frage, warum es die Berliner nur selten schaffen, sich mit ihren Innovationen einen Namen zu machen, und den gewünschten Umsatz und Erfolg zu verzeichnen, der Marktführer erschafft.
Auch der Spiegel hat erst kürzlich den Hype um Berlin kritisch beäugt und illustriert am DailyDeal Beispiel, wie eng Erfolg und Misserfolg bei Berliner Internet Start-Ups beieinander liegen. Der Beitrag macht deutlich, dass Deutschland, respektive Berlin, ein paar klare Erfolgskriterien fehlen: große Investoren, Umsatzpotential (welcher bedeutende Industriezweig sitzt schon in Berlin?), unternehmerischer Mut und vor allem das Verständnis für Skalierung. Zum Starten eines Business ist Berlin gut, aber als Wachstumsstandort…?!
Seit unserem letzten Start-Up ist über ein Jahrzehnt vergangen. Irgendwie fühlt ich mich heutzutage in einer Post-2000-er Matrix gefangen. Denn all diese Erkenntnisse über deutsche Start-Up Schwächen kannten wir schon vor vielen Jahren. Gelernt haben wir Deutschen anscheinend immer noch nichts. Amerikanische Start-Ups hingegen rollen potent finanziert von Erfolg zu Erfolg. Ob Umsatz oder nicht…
Erst kürzlich hat Flipboard wieder mit einer Innovation auf sich aufmerksam gemacht, die mir diese Erinnerungen an vergangene Tage in den Kopf riefen. Flipboard kündigte mit seinem Release 2.0 im März 2013 an: “Now Anyone Can Create And Share Their Own Magazines”. Eigentlich ist das ein alter deutscher, ja sogar Berliner Hut – von der Vision, vom Konzept und von der Ausführung. Selbst die Vermarktung erinnert an klassischen Anzeigenverkauf.
MY-MIKI, ein Kunstwort aus M(agazin) und (W)IKI, ist 2007 in Berlin mit Angel Investment angetreten und wollte u.a. mit dem Thema Content Curation eben solchen Businessvisionen wie Flipboard den Markt erobern. Zudem trat die Plattform bereits früh (weit vor dem Tablet-Markt) im iPad Format an.
Flipboard erschien 2010 als First Step Content Curation. Die Erweiterung in Richtung des MIKI Konzepts (Social Magazine) erfolgte jetzt im April 2013 als deren “… biggest release ever and one that we think will open an entirely new experience for our readers”, so der CEO von Flipboard Mike McCue.
Warum es dennoch nicht so richtig geklappt hat für MY-MIKI, konnte ich kürzlich auf der nextCC Konferenz in Stuttgart mit den Gründern Marc Frey und Ralf Greis in einem Interview besprechen. Vielleicht hilft es ja, dass wir unsere Einstellung zu Internet Start-Ups in Deutschland weiter entwickeln.
Oder sind wir Deutschen vielleicht wirklich “zu innovativ” oder einfach im “falschen Land zur falschen Zeit”? Wird die aktuelle Taktik der Samwer Brüder mit “aggressiven Wachstumsversprechen” für Investoren helfen? Eure Meinung wäre interessant zu hören…
Die Web-Experten reden ja gerne mal über die Social Influencer oder die Marken-Advokaten – auch die wurden mal in 6 Typen eingeteilt. Wer aber sind denn generell die Typen, die das Internet mit ihrem Leben befruchten (oder eben nicht)? Die Studie D21-Digital-Index von TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 definiert sechs verschiedene Web-Personas, die nach ihren Vorlieben in “Zugang und Kompetenz” und “Offenheit und Nutzung” durchleuchtet wurden.
a.) Außenstehender Skeptiker – Diese mit 28,9% größte, vorwiegend weibliche Gruppe ist gut 62 Jahre alt. Die Personen sind zu rund 70% nicht (mehr) berufstätig und von eher niedriger Bildung und geringem Einkommen (entsprechend auch schlechte Geräteausstattung). Der Gewinn an Internetnutzung wird unterdurchschnittlich bewertet. Einfache Handies sind noch der Trend.
b.) Häuslicher Gelegenheistnutzer – Ebenfalls vorwiegend weiblich und von geringer Bildung, ist diese Nutzergruppe mit 27,9% rund 44 Jahre alt. Zwar nutzen 98% das Internet, aber das Wissen um neue Technologien hält sich in Grenzen – vorwiegend zählt die Recherche als relevant. Die Flimmerkiste ist immernoch Medium Nr. 1. Nur jede(r) Zweite hat Arbeit.
c.) Vorsichtiger Pragmatiker – Die zweitkleinste Nutzergruppe mit 9,5% ist wieder vorwiegend weiblich, berufstätig (80%) und circa 43 Jahre bei mittlerem Einkommen. Vorwiegend zählen hier noch Tageszeitungen und das Radio als Quelle der Nachrichtenflut. Die persönlichen daten gilt es zu schützen, weshalb hier eher eine verhaltene Internetnutzung zu beobachten war.
d.) Reflektierender Profi – Gut ausgebildet, vorwiegend männlich (78%) und im Schnitt rund 41 Jahre alt bei hohem monatlichen Einkommen. Diese Gruppe (15,4%) agiert vorwiegend über das Notebook und reflektiert kritisch und pro-aktiv. Preisvergleichsseiten und Internetrecherche bestimmen seinen Alltag, wobei man hier auch die größten Anteil an Online-Shoppern verzeichnet.
e.) Passionierte Onliner – Das Internet ist seine Leidenschaft, ist sein Leben. In dieser Gruppe (15%) sind vorwiegend Männer, durchschnittlich 37 Jahre mit hoher formaler Bildung. Hohes Interesse an Technologie, hohes Engagement im Beruf sowie Breitband- und Mobilnutzung sind ein Muß. Inhaltlich sind Foren, Blogs und Online-Banking die Ebenen der vorwiegenden Nutzungsbereitschaft.
f.) Smarter Mobilist – Die kleinste Gruppe (3,2%), die man wohl als Digitale Avantgarde mal bezeichnet hat, ist vorwiegend männlich, berufstätig (79%) und rund 32 Jahre alt. Das Smartphone und Einsatz in Social Networks ist Standard und ein Muß, und mit rund 16 Stunden im Einsatz wird das Smartphone schwer strapaziert. Hier ist auch der Schüleranteil sehr hoch mit 13,1%. Das Informationsmedium schlechthin: Internet.
Wenn man sich diese Verteilung so ansieht, stellt man sich die Frage, warum die Telekom ihre Tarife mit DSL-Datenvolumen drosseln will in naher Zukunft. Für mich als “Smarter Mobilist” ist es zwar egal – da er sich innerlich schon vom Festnetz verabschiedet hat, aber irgendwie frägt man sich, ob die Telekom jetzt die ersten vier Typen verstärkt bessere Angebote machen will, um sie im Sinne der Gerechtigkeit ans Netz zu führen. Oder ob man weiterhin sich den Festnetz-Markt zerstören will, und die “Daten-Geeks” wie mich dann lieber an den Mitbewerb abgibt. Die Digitale Avantgarde regt sich derzeit mächtig auf. Ich wäre bereit eine “Unbebremste Flat im Mobilfunk” schon zu bezahlen, aber die Telekom erhört mein Angebot ja nicht, hier mal etwas auszuarbeiten.
Man darf gespannt sein auf die Zukunft der Datenangebote und wie sich damit die Internetnutzer sowie deren Internetnutzung verändert.
Der Durchbruch auf dem Weg zum “Geruchsweb” ist endlich geschafft. Google bringt sein neustes Produkt “Google Nose” auf den Markt und revolutioniert damit die Suche, unser Wissen, unsere Empfindungen und unsere Weberfahrung. Ach, einfach alles – aber nur für einen Tag…
PS: Manchmal kann man froh sein, am 01. April nicht online gegangen zu sein.
In einem kürzlich veröffentlichten Report “2013 Future in Focus – Digitales Deutschland” zeigt comScore die digitalen Trends hierzulande auf. Der Report liefert ein paar interessante Einblicke in die deutsche Digitalwelt (u.a. hinsichtlich E-Commerce, Internetnutzung, Mobile, Online Video, Online Werbung und Social Media. Die Anzeichen für dieses Jahr generiert comScore aus den Daten von Dezember 2012.
Der Bericht macht klar, welchen Herausforderungen sich Marketers in der heutigen Zeit stellen müssen. Die heutige Multi-Plattform-Umgebung wandert von Computer-Nutzung in Richtung Smartphones, Tablets, Gaming-Plattformen sowie ConnectedTV. Eine Fragmentierung von Medien, der die Marketingverantwortlichen schnellstens begegnen sollten. Denn: Inzwischen greifen 8,4 Millionen Menschen fast jeden Tag mit ihrem Handy auf soziale Medien oder Blogs zu – ein Plus von 68% zu 2011. Einer von fünf iPhone Nutzern hat zum Weihnachtsgeschäft mit seinem Smartphone eingekauft.
Hier ein schneller Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht Deutschland den Zeitraum Dezember 2012 betreffend:
- 96% des deutschen Such-Marktes wird inzwischen von Google eingenommen.
- 51% der genutzen Mobiltelefone waren Smartphones.
- 29% der Internetnutzer investieren im Dezember 2012 mehr Zeit auf Einzelhandels-Webseiten als 2012.
- 10% des Internet-Traffics kommt inzwischen schon nicht mehr vom Desktop.
- XING nimmt bei deutschen Internetnutzern doppelt so viel Zeit ein wie LinkedIn
- Um 211% ist Mobile Video gestiegen: 10 Millionen Mobile Video-Viewer im Dezember 2012.
- Frauen stehen auf Spil Games und H&M: 27,9 Mio. weibliche Nutzer verzeichnet das Jahr 2012 (Plus von 7%)
Aber auch Tablets stehen zukunftsreiche Tage bevor, wie die nachfolgende Grafik des Berichts zeigt.
“Verbraucher können frei entscheiden, wann und wie sie Inhalte konsumieren möchten. Ereignisse in 2012, wie zum Beispiel die Olympischen Spiele in London, haben uns gezeigt, dass Konsumenten ein nahtloses digitales Nutzungserlebnis wünschen, so dass Informationen wie Nachrichten, Emails, Filme, und Social immer und überall genutzt werden können. Den digitalen Konsumenten und seine Präferenzen z.B. bezüglich von Endgeräten und Plattformen zu verstehen und darauf zu reagieren, sollte in 2013 zur Priorität in deutschen Unternehmen gemacht werden.” Robert Tierhold, Vice President D/A/CH, comScore
Spot On!
Der deutsche Internetnutzer zeigt sich dennoch im europäischen Vergleich sehr aktiv und liegt hinter Russland auf Platz 2, welches im letzten Jahr ein Zuwachs in Unique Visitors von 15% aufwies. Bei der Handynutzung ist Deutschland in Europa sogar führend mit 61 Mio. Besitzern eines kleinen mobilen Telefons, was ja oft schon nicht mehr als Telefon genutzt wird. Mit 762 Milliarden Display Ad Impressionen wurde in Deutschland im Jahr 2012 immernoch erstaunlich viel Bannerwerbung ausgeliefert.
Waren für Euch die Großeltern früher auch noch die “Quelle des Wissens”? Die Oase des Lücken Füllens, wenn man mal nicht mehr so richtig weiter wusste? Die Hoffnung, wenn mal die Vergangenheit die Zukunft leiten sollte? Offensichtlich scheint die Generation Y das nicht mehr so zu sehen. Fast zwei Drittel der Großeltern haben heute das Gefühl, dass Google, Wikipedie oder Youtube sich ihrer Position bemächtigen.
Eine Studie der englischen Reinigungsfirma Dr. Beckmann hat in einer Umfrage unter 1.500 Britischen Großeltern herausgefunden, dass weniger als ein Viertel der Befragten nach Rat hinsichtlich Waschen, Nähen oder Familien-Rezepten gefragt wurde. Nur eine von fünf Großmüttern wurde von den Enkelkindern “angezapft”, wie man ein Ei kochen würde. Die Erkenntnisse der Studie berichten diverse englische Tageszeitungen und auch Huffington Post derzeit.
Aber warum holen sich die Jugendlichen ihre Informationen nicht mehr von den Großeltern? Erzählungen aus den Jugendjahren der Großeltern scheinen offensichtlich nicht mehr wirklich hoch im Kurs zu liegen für die Jugendlichen. Gerade mal eine von fünf Enkelchen wollen wissen, “wie es früher war Kind zu sein”. Die historischen Daten und Geschichten werden sich wohl heute aus dem Netz gezogen. Eben so, wie sie auch ihre Eltern nicht mehr fragen müssen, wo Timbuktu liegt und welche Tiere dort leben könnten. Denn dafür sorgen inzwischen intelligente interaktive Weltkarten, komfortable und portable eingebettet in Apps.
Großeltern hingegen sprechen eine klare Sprache, wenn sie wiedergeben, dass sie im kindlichen und jugendlichen Alter fast alle (96%) ihre Opas und Omas viel mehr mit Fragen gelöchert haben als das heute der Fall ist. Irgendwie scheint richtig verfrühte Trauerstimmung aufzukommen, wenn die Mehrheit der Befragten feststellt, dass ihre Rolle als Großeltern obsolet wird.
Die Auskünfte der Großeltern scheinen sich aufgrund der hohen Datenflut als obsolet abzuzeichnen, wie die Studienleiterin resümiert:
“Grandparents believe they are being sidelined by Google, YouTube, Wikipedia and the huge resource of advice available on the Internet. (..) They are aware that their grandchildren, already with their noses buried in a laptop, tablet computer or smartphone, find it much easier to search the Internet for instant advice.” Susan Fermor, Verantwortliche der Studie bei Dr. Beckmann.
Was negativ klingt, hat aber in Kombination mit einer weitere Studie der Oxford University, mehr Potential zu Nachdenken als vorerst geglaubt. Diese Studie wiederum befragte die gleiche Anzahl Kinder und stellte fest, dass die Kinder mit einem höheren Einfluss der Großeltern weniger Stimmungsschwankungen und Verhaltensauffälligkeiten aufwiesen.
Wie seht Ihr das? Wird Google & Co. die Großeltern in ihrer Informationskraft ersetzen? Verzichtet Ihr selbst schon auf Opi’s und Omi’s Tips?
Das permanente und verstärkte Anfallen von Daten dank mobiler Geräte, Nutzer-generierter Inhalte und sozialen Netzen hat ein neues Phönomen (oder sollte man sagen Buzzword) geschaffen: Big Data.
Auch wenn ich schon vor einigen Jahren über Data Mining und Business Intelligence referieren durfte, so erscheint Big Data nochmal einem ganz neuen Licht – voller, komplexer und nahezu unergründlich aufgrund der Masse des Contents, der von Nutzern und Unternehmen generiert wird. Daraus ein Sinnbild zu schaffen für unternehmenseigene Prozesse, Vertriebschancen, Marketingoptionen, Personal-Management Erkenntnissen oder auch Kundendienst-Optimierungen ist die große Aufgabe von Big Data in Unternehmen.
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat in einem kleinen Film, das Thema Big Data mal grundlegend aufgerollt und leifert damit einen Status der Orientierung für den deutschsprachigen Raum. Fein illustriert fasst man das “große” Thema in einem einfachen Bild zusammen:
“Jeder Einkauf in einem Onlineshop und jede gesammelte Flugmeile verwandeln sich in einzelne Datentröpchen, die das Datenmeer weiter ansteigen lassen. Für die Kunst mit diesen Datenmassen umzugehen und sogar sinnvolle Anwendungen daraus zu entwickeln, haben Fachleute einen Begriff entwickelt: Big Data!”
Ob Vorschlag für das Abendprogramm oder Anregung zu weiteren Bücherkäufen -wie bei Amazon schon seit Jahren praktiziert- Big Data scheint die neue Marketingwaffe zu werden, die gleichzeitig Unternehmen neue Businesszweige für Produkte und Dienstleistungen erschließen lassen soll. Big Data liefert die Basis neuer Analyse-Methoden und detaillierter Vorhersagen, ist aber auch für die gesundheitstechnische Trendforschung von erheblichem Vorteil, wie das Video verdeutlicht. Typisch für Deutschland wird auch das Thema Datenschutz kritisch betrachtet. “Einsehen, Korrigieren und Löschen” von Daten im Sinne des Datenschutzes darf nicht unbeachtet bleiben.
In den USA wird das Thema etwas lebhafter und entspannter gelebt sowie diskutiert. Dort leisten sich Unternehmen bereits Corporate Data Scientists, die in den Datensumpf des Unternehmens eintauchen. Sie fischen die Perlen für Business Development, Produktentwicklung und Prozessopimierung heraus und fügen sie zu einer umsatzbringenden Prozesskette zusammen.
Google TechTalks liefert mit dem nachfolgenden Video “Leaders in Big Data” einen klaren Einblick in die Aussichten. Big Data wird dort als einer der wichtigsten Trends von diversen Analysten wir Gartner und Forrester für Unternehmen gesehen. Dabei geht es bei dem Thema nicht mehr um einzelne kleine Projekte sondern um den Einfluss auf strategische Informationsarchitekturen, die die Infrastrukturen der Unternehmen neu ausrichten. Der Umgang mit großen Datenvolumina, ihrer Vielfalt und Umlaufgeschwindigkeit erfordert die Umstrukturierung von Unternehmen und Prozessen, so die Experten.
Es geht nicht um Datenbanken sondern um die Verschmelzung der “Multi-Touchpoint”-Systeme, bestehend aus Datenbanken, Datenhandel, Datendienstleistungen, Data Mining, Content Management, Community Management und übergeordneten Metadaten zusammenfügen, um so eine vorausdenkende und schnell operierende Datenbanklogik zu schaffen. Dabei wird auch das Thema Dataschutz als kritischen Thema gesehen. Dennoch schätze die Experten, dass sich hier eine Synergie aus Mensch und Maschine einstellen wird. Privacy Policy wird sich automatisch über einen Mediationsprozess einstellen zwischen den Menschen, die Fragen stellen und denen, die die komplexen Datensysteme aufbauen, wie zum Beispiel Google. EMC hat übrigens sehr anchaulich kürzlich den Big Data Business Maturity Index aufgebaut.
Nehmt Euch die knappe Stunde, um die Sicht der amerikanischen Big data Experten zu verstehen…
Wie seht Ihr das Thema Big Data? Welche Chancen ergeben sich hier für Unternehmen und Nutzer? Ist Deutschland denn euerer Meinung schon genauso weit wie USA beim Thema Big Data, oder eher nicht?
Wer das Digitalstrategie Blog verfolgt, hat sicherlich so manche Anregung im Sinne der Zukunft von Kinderbüchern und ePublishing bekommen. Heike ist da ja sehr fleißig und hat sich viel Zeit genommen auf der Buchmesse und dem Kindermedienkongress um die Zukunft der digitalen Medien für Kinder zu verfolgen.
Jetzt hat Fun Maps For Kids interaktive Weltkarten für Kinder mittels Augmented Reality Technologie erfunden. Die interaktiven Karten bieten eine Kombination aus einer qualitativ hochwertigen Papierkarte und der neusten AR Technologie von Layar.
Die Kleinen können sich offensichtlich durchaus dafür begeistern. Selbst mein Kleiner Mann meinte, dass wäre toll, wenn es die Karten auch auf deutsch gäbe. Ja, und da waren sie dann wieder die Probleme der deutschen Verlagswelt. Schnell, clever und innovativ sind wir in der Medienszene dann meistens leider doch nicht unbedingt.
Startups. Welche Startups haben es geschafft in die Milliarden-Liga? Staff hat eine tolle Infografik erstellt. Sie verdeutlicht, wie viel Investment Kapital die “großen” Startups der Digitalwelt bekommen haben, wie viele Mitarbeiter sie zählen und was ihr derzeit geschätzter Marktwert ist. Nicht viele Startups haben es geschafft, sich an die Spitze der digitalen Web-Elite zu etablieren und in der Milliarden Dollar Liga zu spielen. Und das sind nur die Firmen, die von 2004 (Facebook Gründungsjahr) an im Markt sind…