Die Sharing Economy verstehen (Infografik)

Warum teilen wir eigentlich in unserer modernen Gesellschaft? Mit dieser Frage hat sich Juggernaut beschäftigt und eine schöne Infografik erstellt. Was einst mit eBay begann und sich dann zu einem Recycling-Shopping Hype entwickelte, ist heute längst in neue Dimensionen vorgestossen. Was alt ist, wird getauscht und geteilt – egal ob Kleidung, Spielsachen oder Elektronik-Gadgets.

Wenn man das nun noch ein wenig weiterspielt, ist man schnell in der Sharing Economy angekommen, in der nicht mehr das Eigentum eines Produktes ausschlaggebend ist sondern der Zugang zu diesem, endend in einer sogenannten “gemeinsamen Konsum” von Gütern und Waren. Basierend darauf haben sich auch Technologien und Business-Modelle geändert und Social Commerce neu definiert – man denke nur an AirBnB, Uber, Etsy & Co.. Was 2011 als eine der TIME Magazine’s 10 Ideen galt, hat der Welt ihren Stempel aufgedrückt: die Sharing Economy.

So mancher Artikel z.B. der Welt und der Huffington Post beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Sharing Economy. Vielleicht entsteht ja mal eine Rege Diskussion über Vor- und Nachteile der Sharing Economy. Uns würde es freuen. Auf geht’s – teilt uns Eure Meinung mit.

Sharing Economy

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Mobile: Werbung abseits von Pixelgrößen

Als in den 90igern das erste Banner geboren wurde, konnte sich niemand vorstellen, dass in einem Werbebanner Interaktionen mit dem Konsumenten vor den Bildschirmen stattfinden können. Heute finden nicht nur Interaktionen mit dem User vor den großen Bildschirmen statt, heute interagiert der User mit Werbung auf einem Bildschirm, den man liebevoll in der Hand hält, wischt und streichelt und nun in einem noch kleineren Format um das Handgelenk trägt. In etwa entspricht der heutige Bildschirm eines Smartphones einer knapp doppelten Standardbannergröße von damals und heute. Kein Wunder also, dass man einem solchen Banner im mobilen Netz nicht begegnen möchte und auch nicht begegnen wird. Denn die Adserving Industrie entwickelt sich auch mit den Endgeräten weiter und bietet für Mobile spezielle Bannerformate an, die klein, responsive, interaktiv, bewegt und manchmal richtig schick sind. Aber es sind tatsächlich wenige Banner, die einem so im mobilen Netz begegnen. Daher verwunderte es nicht, dass auf der Leitmesse für digitales Marketing, der dmexco in Köln, Aussagen wie „Displaywerbung wird in Mobile einen leichten und schnellen Tod sterben“ getroffen wurden.  Ob das tatsächlich so ist, stelle ich noch in Frage, denn nicht alle Publisher wollen zum Beispiel Native Advertising als die neue Form der „Online-Werbung“ im redaktionellen Umfeld akzeptieren. In der Debate Hall sprachen sich einige Online-Chefredakteure aus Deutschland nicht für und auch nicht gegen Native Advertising aus, sie sehen immer noch einen Hoffnungsschimmer in Mobile Advertising, wenn „hoffentlich bald irgendjemand mal auf die Idee kommt, die mobile Reichweite zu vermarkten“.

Auf die Monetarisierung von mobilen Angeboten hoffen immer noch viele, nur bislang scheinen ausnahmslos Facebook und Google zu den Gewinnern des Mobile Booms zu zählen. Knapp 70 Prozent der Spendings für mobile Werbung können Facebook (21,7 Prozent) und Google (46,8 Prozent) in 2014 für sich verbuchen. Den Rest teilen sich andere auf, so eine Studie von emarketer aus diesem Jahr. Der Rest der Branche will aber endlich mehr vom Kuchen abbekommen, denn Mobile ist das neue Online, wenn Online das neue Offline ist. Daher wurde in vielen Sessions darüber diskutiert, wie Werbung von morgen daherkommen muss, um vom Konsumenten auf mobilen Endgeräten wahrgenommen zu werden. Für uns Konsumenten ist Mobile alles: Entertainment, Kommunikationsmittel, Navigator, Helfer, Arbeitsgerät, Kontaktnetzwerk, Fotoalbum, Spielekonsole, Inspirationsquelle etc. Und daher macht es dieser Kanal, bzw. machen es die Geräte der Werbeindustrie auch nicht gerade einfach. Es gibt unglaublich viele verschiedene Formate, Größen, Eigenschaften und Bedienungsfunktionen und nun erobern auch noch Wearables den Markt in einer unglaublichen Geschwindigkeit. Responsive und HTML5 lösen die Probleme der Formate, aber wer löst das Problem der unglaublich kleinen Bildschirmgröße? Die Werbeindustrie ist also gefordert, und das ist gut so, denn die Werbung steht tatsächlich vor einem Umbruch. Paid Modelle werden in Frage gestellt, Owned Kanäle sprießen wie Pilze aus dem Boden. Earned Media ist das, was alle wollen. Rauf auf den kleinen Bildschirm, aber ohne Displaywerbung, am besten ganz Social oder mit Apps. Banner & Co in Mobile? Nein, Danke. Vielleicht ein wenig, aber nicht zu viel.

Was mobile Werbung daher alles sein kann, konnte man in unterschiedlichen Sessions auf der dmexco erleben. Interessant dabei war, dass man nicht einmal in die Sessions gehen musste, die Mobile als Aufhänger hatten, Mobile war eigentlich immer und überall. Mobile war fast befreit, vielleicht auch deshalb, weil man Werbung in Mobile nicht in ein Format pressen darf. In Mobile entfaltet sich Werbung abseits von Pixelgrößen. Für Kreative ist das ein Segen.

Video-Tipps:

The interactive Case: Moments
Mit Benjamin S. Jankowski, MasterCard, Anthony Rhind, Carat, und Brian Wong, Kiip

The Programmatic Debate: The Gluten of Advertising
U.a. mit Frank Bachér, Rubicon, Thomas Port, SevenOne Media und Jascha Samadie, apprupt. Moderation: Martin Meyer-Gossner

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PR Trends: PR Data Analysten gesucht

People Social Networking and SEO ConceptsDie professionelle Analyse von Daten ist in Zeiten von Big Data eine Herausforderung für viele Unternehmen. Nicht nur in Großunternehmen, sondern auch im Mittelstand wächst die Datenmenge stetig an, die prognostizierte Datenmenge soll sich im Schnitt alle 18 Monate verdoppeln. Und in den Daten liegen wahre Schätze, sofern man sie zu nutzen weiß. In den Unternehmen herrscht also Aufbruchsstimmung in allen Abteilungen, vorallem im Business Development, in Sales- und Marketingabteilungen  Um komplette Datenbestände zu analysieren braucht es Analyse-Werkzeuge, die heute teilweise auch schon Realtime-Analysen ermöglichen. Dabei tritt der Mensch als Analyst in den Hintergrund, er übernimmt lediglich das Monitoring, zum Beispiel über Social Media Monitoring-Plattformen. Diese Plattformen führen die Daten aus sozialen Netzwerken und Onlinequellen zusammen und je nach Fragestellung erhalten Marketing- oder Social Media-Beauftragte einen tiefen Einblick in die Gespräche in den sozialen Netzwerken.

Nun sind aber diese Gespräche nicht nur für Social Media-Beauftragten interessant, sondern auch für PR-Verantwortliche, die Social Media Monitoring-Plattformen für die Auswertung und Steuerung ihrer PR-Kampagnen nutzen. Denn Daten aus sozialen Netzwerken verraten sehr viel über die tägliche PR-Arbeit. So können PR-Verantwortliche nicht nur nachträglich die Verbreitung von PR-Meldungen oder die Durchdringung einer PR-Kampagne messen, sie können vor allem neue Themen entdecken, Themen kuratieren, PR-Kampagnen besser planen und den ROI von Kampagnen ermitteln.

Daher verwundert es nicht, dass in den PR-Agenturen und -Abteilungen neue Tätigkeitsbereiche entstehen, die aktuell auch eine neue Berufsbezeichnung mit sich bringt: Gesucht wird der PR Data Analyst. PR Data Analyst Tweet

Die neue Berufsbezeichnung ist noch unique, aber sie macht Sinn, denn ein PR Data Analyst muss nicht nur ein Gespür für Journalismus und PR haben, sondern auch ein Gespür für Daten und Zahlen, Algorithmen und Analysemethoden. Für Menschen, die gerne investigativ recherchieren und zudem vor Queries und Metriken nicht zurückschrecken, ist das neu entstandene Berufsfeld ein Gebiet, das extrem viel Spaß machen kann. Hinzu kommt, dass besonders junge und aufstrebende Start-ups diese Positionen ausschreiben, sie sind es, die vor Big Data nicht zurückschrecken und aufgrund ihrer Social Media-Aktivität viele Spuren in den sozialen Medien hinterlassen. Daher wird in diesen Unternehmen die Stelle des PR Data Analyst nun vakant, wie man bereits in diesen Stellenausschreibung sehen kann: Indeed und Brandwatch.

…Combining three fields – journalism, PR and data analytics – the PR Data Analyst will closely follow news stories in every industry and field, uncover opportunities to provide social data and insights to reporters for breaking news coverage, write queries and analyze social media data within the Brandwatch listening platform, pitch media, and more …

Wer bislang noch keine Möglichkeit hatte, PR-Kampagnen mithilfe einer Social Media Monitoring-Plattform auszuwerten, kann sich einen ersten Eindruck über ein von Brandwatch kürzlich veranstaltetes Webinar verschaffen. In diesem Webinar habe ich eine kurze Einführung zum Thema PR-Tracking gehalten. In diesem Zusammenhang bin ich auf ein äußerst interessantes Interview mit Tom Watson auf communicationscontrolling.de gestoßen, das ich jedem Controlling-Freak empfehle zu lesen. Zudem ist Watsons Buch „A Guide to Planning, Research and Measurement“ in der 3. überarbeiteten Auflage erschienen. In dem Interview mit communicationscontrolling.de führt Watson unter anderem auf, dass es extrem schwierig ist, valide Erkenntnisse aus der Social Media-Nutzung zu gewinnen, was wiederum zur Diskussion rund um das Thema Engagement führe. In meinem Teil des Webinars komme ich ebenfalls auf den Wert „Engagement“ für die PR zu sprechen. Und es gibt für mich eine Formel, die zukünftig für die PR-Erfolgsmessung angewendet werden kann: Reichweite + Engagement = PR-Erfolg. Für die Nutzung der Reichweite brauche ich weiterhin die klassischen Angaben der Medienverbreitung plus eine Angabe über die Verbreitung in den sozialen Netzwerken. Für die Messung des Engagements nutze ich Key-Metriken, die ich über eine Social Media Monitoring-Plattform erhalte.  Da Engagement vielerlei Facetten besitzt, ist Engagement auch weiterhin schwer zu messen, für die tägliche PR-Arbeit können aber Social Media Monitoring-Plattformen einen ersten guten Eindruck verschaffen, dieser Eindruck sollte dann aber in Einzelgesprächen vertieft werden. Zudem wird in dem Webinar anhand eines Beispiels die Auswirkung einer PR-Kampagne auf den Social Buzz erklärt, was wiederum wertvolle Aussagen bzgl. des eingesetzten Budgets ermöglicht. PR-Tracking mit Social Media Monitoring-Plattformen macht also nicht nur Spaß, sondern erlaubt auch wertvolle Einblicke in die Wirkung von PR-Kampagnen allgemein.

Weiterführende Links:

http://www.brandwatch.com/de/2014/08/monitoring-und-pr-ein-perfektes-team/

Hinweis: Ich arbeite seit über einem Jahr für Brandwatch und habe seitdem auch Zugriff auf die Plattform.

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Sommerloch-Perspektiven: Die Medienkrise, eine Spendensause und der Untergang der PR

In den letzten drei Wochen konnte ich aus einer relativ entspannten Perspektive dem Treiben im Web, besonders dem Treiben im Social Web, zuschauen. Ich fühlte mich als Zuschauer, denn ich hatte kaum Möglichkeiten meine Dinge mit der Welt zu teilen. Ich hatte Urlaub und im Urlaub gibt es bei mir ganz bestimmte Regeln: Ich bin nur morgens und am Abend online und checke meine diversen Kanäle, ansonsten lebe ich offline und genieße den Tag. Man soll auch keine Telefonate annehmen, denn im Urlaub mit dem Büro zu telefonieren gleicht in etwa einem Bungeesprung, so eine aktuelle Studie. Heftig, nicht wahr?

Meine Urlaubstage gestalteten sich daher ruhig: Berg rauf, Berg runter, wieder Berg rauf und Berg runter, wieder Berg rauf …

Und bei all dem Wandern konnte ich über dies und das nachdenken, was ich in meinen Kanälen am Morgen oder am Abend gesehen hatte. Da war zum Beispiel die Sache mit der Zeitungskrise in der FAZ. Die FAZ-Redakteure haben die Krise vortrefflich zusammengefasst und ich grübelte den ganzen Tag, ob ich auch eine Gefahr für die Verlage bin, ob meine Kinder eine Gefahr für die Verlage sind und ob ich mir vielleicht doch wieder eine Tageszeitung abonnieren soll. Aber nein, lassen wir das. Ich kann die Zeitungsverlage nicht retten. Auch wenn ich mir wieder eine Tageszeitung abonniere. Ich lese Zeitungsartikel online und am Wochenende gönne ich mir immer eine Wochenzeitung, sehr gerne sogar, und dann kommt ja auch bald der Krautreporter. Zudem wird ein neuer Algorithmus bei Facebook dafür sorgen, dass ich in meinem Newsfeed nur noch qualitativ hochwertige Inhalte zu lesen bekomme, etwa Nachrichten (!!!!), anderseits aber auch Posts, mit denen stark interagiert wird. Also ich rette die Zeitungen mit einem Tageszeitung-Abo nicht, aber vielleicht Facebook mit dem neuen Algorithmus. Strengt euch also an liebe Zeitungsredakteure, eure Zeit ist noch nicht gekommen, um „Good bye“ zu sagen.

Nun ist da aber nicht nur die Krise der Zeitungsverlage zu nennen, die da bei mir mal wieder aufgepoppt ist, sondern auch die Krise der PR-Branche. So wurde in einem von mir geschätzten Magazin ein Artikel publiziert, in dem in etwa geschrieben steht: Die PR-Branche steht kurz vorm Abwinken, wenn wir nicht umdenken und neue Formen wie Influencer Relation nutzen. Naja, dem Sommerloch sei Dank, es haben sich bereits viele mit dem Artikel auseinandergesetzt und ich halte mich daher zurück, denn zum Wandel in der PR-Branche habe ich in den vergangenen Jahren schon unglaublich viel geschrieben, siehe auch hier mein Statement zum PR-Blogger Geburtstag, da fing ja alles an. Aber zum Thema Influencer Relations möchte ich doch noch etwas zu sagen: Wenn man wie Zalando die Macht des Web nutzt und viele Blogger um sich scharrt und fleißig Einkaufsgutscheine verteilt, dann macht Influencer Relations vielleicht Sinn. Aber wenn man nichts zu verschenken hat, dann wird es schwierig. Das sehe ich ja bei mir. Ich habe nichts zu verschenken. Aber viele Blogger wollen nun mal Einkaufsgutscheine und Autos oder Tütensuppen testen. Also: Influencer Relations rettet die PR-Branche auch nicht. Denn das was da Zalando macht ist ja Online Marketing. Und Online Marketing hat nichts mit PR zu tun. Aber lassen wir das. Die Diskussion führt ins Nirwana.

Ja und dann war da noch die Sache mit dem Eiskübel und den vielen Videos, die meine Timeline überschwemmt haben. Zuerst wusste ich wirklich nicht, was das alles soll, ich konnte mir die Videos aufgrund meiner begrenzten Social-Media-Zeit und meines begrenzten Flat-Volumens auch nur immer kurz anschauen, aber irgendwie fand ich das schon interessant, dass sich so viele Menschen mit einem Eiskübel zur Schau stellen und für eine gute Sache spenden. Also die Medien hatten ihren Spaß und ein tolles Thema, über das sie im Sommerloch schreiben konnten. Die Eiskübel-Spenden-Kampagne hat in jedem Fall für Buzz in den Medien gesorgt, da bin ich mir sicher. Und damit ist doch jetzt auch alles gut. Dem Sommerloch sei Dank, dass so viele Krisen sichtbar wurden und so viele wunderbare Videos gedreht wurden. Aber der Urlaub ist vorbei und die dmexco, die Frankfurter Buchmesse und die Medientage stehen vor der Tür und ich muss mich um einige wichtige Dinge kümmern: Ich muss jetzt PR machen. Ohne Eiskübel und Einkaufsgutscheine, aber mit verdammt vielen guten Themen.

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